FIS Skisprung Weltcup Team Zakopane 19.01.2019

19.01.2019

Die Sieger
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Start-Ziel-Sieg für die DSV-Adler
Siegels schwerer Sturz trübe Freude
Leyhe rettete 0,1 Punkt Vorsprung ins Ziel
 
Die deutschen „Adler“ (1.157,5) haben beim Weltcup in Zakopane im Team-Wettbewerb einen Start-Ziel-Sieg gefeiert und trotz eines schweren Sturzes von David Siegel im Finaldurchgang Österreich um 0,1 Punkte auf Platz zwei verwiesen. Polen (1.1172,2) profitierte von der Disqualifikation von Johan Andre Forfang im norwegischen Team und kam auf Platz drei. Starke Geste der DSV-Adler: Zur Siegerehrung brachten Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe die Sprungski ihres des schwer gestürzten Kollegen mit auf das Podest. Skisprung-Legende Helmut Recknagel überreichte die Pokale, bevor die deutsche Nationalhymne ertönte, zum zweiten Mal nach 2017 ebenfalls in Zakopane für Leyhe, der auch einen Grand-Prix-Sieg mit dem Team in Hinterzarten 2015 in seinem Rekordbuch hat.
 
Stephan Leyhe behielt als Schlussspringer die Nerven, kam nach nur 131 im ersten auf 137 m im zweiten und hielt am Ende äußerst knapp den Austria-Schlußspringer Stefan Kraft in Schach, der 141 m erreicht hatte, aber schwächere Noten bekam. Karl Geiger begann mit 137 m stark und ließ 135 m folgen, Markus Eisenbichler sprang nach 138,5 m im zweiten Durchgang mit 143 m einen vorübergehenden Schanzenrekord, David Siegel überzeugte bei der Premiere zunächst mit 135 m, konnte dann aber 142,5 m aus extremer Höhe  nicht stehen und musste ins Krankenhaus transportiert werden. Eine genaue Diagnose wird es erst am Sonntag geben. 
 
Feiern wollte am Ende nach Leyhes Schlußsprung niemand mehr so recht. In Gedanken waren alle bei Siegel und Bundestrainer Werner Schuster diskutierte noch auf dem Trainerpodest mit der Jury, Deutschland hatte bis zum Sturz von Siegel bei 142,5 m immer geführt, war auch danach noch um 1,2 Punkte vor, doch nachdem Eisenbichlers Schanzenrekord vom Polen Dawid Kubaki sogar noch überboten wurde, hätte die Jury einfach verkürzen müssen, um das Risiko zu begrenzen. Chapeau, Hut ab,  Stephan Leyhe, der in dieser Situation als Schlußmann keine leichte Aufgabe hatte, aber die Nerven bewahrte und am Ende den Sieg seinem Schwarzwald-Kumpel David Siegel widmete.
 
„Schon in Wisla war ich in Training und Quali der Beste. Werner Schuster hat damals gesagt, wenn du mal ein Ergebnis stehen hast, darfst du der letzte sein. Am nächsten Tag stand ich als Zweiter auf dem Podest“, schmunzelte Leyhe noch vor dem Wettkampf und ging in Polen „mit Freude zur Sache“. 2015 in Hinterzarten war er auch schon einmal letzter Mann oben auf dem Turm. Das es diesmal am Ende so haarig werden würde, daran dachte niemand.
 
Sein erster Sprung war mit 131 schwächer („von der Kante her nicht sauber“) als der in der Probe (133 m). Doch Deutschland führte immer noch – neun Punkte vor den überraschend starken Österreichern, die an diesem Tag bis dato auch die Norweger, Polen am Staatstrauertag nach dem Attentat auf Danzigs Bürgermeister und die Slowenen und Japaner im Schach hielten und für die WM 2019 in Seefeld, also im eigenen Land, im wahrsten Sinne des Wortes Kraft tankten.
 
Die  „Free Willi“-Delegation mit OK-Chef Jürgen Hensel, Volker Leyhe und Andi Rohn zeigte sich geschockt von dem Mißgeschick Siegels und hofft, dass die DSV-Adler beim letzten Mannschaftsspringen vor der WM in Seefeld am super Freitag auf der Mühlenkopfschanze auch wieder die Siegprämie kassieren wird. Vor zwei Jahren hatte Stephan Leyhe mit dem Team auf Platz zwei erstmals auf dem Willinger Podest gestanden und Hoffnung auf einen Einzelsieg bei seinem „Heimspiel“ gemacht. Diesmal scheint alles möglich.
 

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