Weltcup-Splitter 02.02.2023
02.Februar 2023

Weltcup-Splitter 02.02.2023

02
Februar
Erstellt von Presseteam SCW
Kategorie: Club-News, Weltcup-News, Skispringen, FIS World Cup 2022/23
2023
02 .Februar 2023
Kategorie: Club-News, Weltcup-News, Skispringen, FIS World Cup 2022/23
Erstellt von Presseteam SCW

Hannawald: „Willingen ist einfach Kult“

 

Bei Radio FFH erklärte Skisprung-Legende Sven Hannawald in der Sendung „Guten Morgen, Hessen“ das Geheimnis des Weltcup-Skispringens im Waldecker Upland: „Willingen ist Kult. Die vielen Free Willis tun alles, damit das Skispringen stattfinden kann. Ich erinnere mich an Jahre, da war am Mittwoch noch alles grün und schlammig und ab Freitag konnte gesprungen werden.“ Die Fans aus dem Norden würden „Party, Alarm machen“. Das sei Enthusiasmus pur und mache den Willinger Weltcup-Wahnsinn auch für die Skispringer so attraktiv. Auch die Skispringerinnen, die erstmals vor so großer Kulisse antreten werden, bekommen jetzt schon Gänsehaut, wie die FFH-Moderatorin Julia Nestle, die ganz oben auf der Schanze in die Sendung schaltete.

 

„Pickepackevolles Skisprung-Wochenende"

 

Die Mühlenkopfschanze ist rausgeputzt, die letzten Vorbereitungen laufen. "Jetzt steigt das Fieber", sagte Dieter Schütz, der Pressechef des Skisprung-Weltcups, im Hessischen Rundfunk. "Wir sind total euphorisch." Dem Wintersportplatz in Nordhessen steht ein pickepackevolles Skisprung-Wochenende bevor: 114 gemeldete Top-Sportlerinnen und -Sportler aus 19 Nationen, fünf Weltcup-Wertungen und mehr als 1.000 Sprünge stehen auf dem Programm. "Das ist Weltrekord", sagt Schütz. "Das soll nicht überheblich klingen, aber da sind wir schon ein Stück weit selbstbewusst: Wir gehören zu den Top-Ausrichtern im Weltcup-Zirkus." Es gibt wohl niemanden in besagtem Weltcup-Zirkus, so die „Hessenschau“, der Schütz da widersprechen würde. Die 145 Meter lange Mühlenkopfschanze ist die längste der Welt. Mehr als 45.000 Fans werden an den drei Weltcup-Tagen in Willingen erwartet. Alleine 23.500 davon am nahezu ausverkauften Samstag, an dem das Frauen-Springen stattfindet. Auch da ist Willingen Weltspitze.

 

Hoffen auf den Westwind

 

Das einzige, was den Willingern noch ein wenig die Laune vermiesen könnte, ist – wie jedes Jahr – das Wetter. Aber auch da ist man im Upland zuversichtlich. "Im Moment sieht es so aus, als ob wir Westwind haben. Das hatten wir letztes Jahr auch. Dann ist es windstill an der Schanze", erklärt Jürgen Hensel, Präsident des SC Willingen. "Von daher hoffen wir das Beste.“ Sein Motto: „Leicht kann jeder.“ Insgesamt besteht kein Grund zur Sorge, die „Free Willis“ haben schon mehr als einmal das schier unmögliche möglich gemacht.

 

TDs geben "grünes Licht" für den Weltcup 

 

Bei der Schanzenabnahme am Donnerstagmorgen haben die Technischen Delegierten der FIS Saso Komovec und Alexander Diess "grünes Licht" für das Weltcup-Wochenende auf der Willinger Mühlenkopfschanze gegeben. Bei der Begehung mit Rennleiter Volkmar Hirsch gab es nichts zu beanstanden. Trotz teilweise herausfordernder Wetterbedingungen haben die "FreeWillis" im Anlauf und Aufsprungbereich ganze Arbeit geleistet. 

 

8 „Kalte Hunde“ als Kuchenspende

 

Die Schwalefelder Eheleute Helga & Hans-Heinrich Genuit sind große Skisprungfans und spenden seit einigen Jahren gerne diese Upländer Spezialität für den Skisprung Weltcup in Willingen. Er ist als Schwalefelder „Original“, ehem. Ortsvorsteher und Schützenvereinsvorsitzender im Umland bekannt. Der langjähriger Fahrdienstleiter Uwe Donath nahm am Donnerstag die Spende mit Freude in Empfang. 

 

 



 

Das Kamel und das Nadelöhr

 

Der Skisprung-Wahnsinn in Willingen hat auch für die Deutsche Presse-Agentur (dpa) viele Facetten - „die wohl verrückteste bot das Jahr 2016. Damals wollten nicht nur zehntausende Fans zum sogenannten Party-Weltcup, der neben Spitzensport auch ein riesiges Festzelt, wummernde Bässe und Mallorca-Feeling bietet - sondern auch ein ausgewachsenes Kamel, das ein Mann durch die Einlasskontrolle schleppen wollte. Da die Veranstalter schon mehr als zwei Jahrzehnte vorher vorsorglich das Mitbringen von Tieren verboten, war der Fall schnell geklärt. Für die Veranstalter im Sauerland war der Mann mit dem ungewöhnlichsten Mitbringsel aber immerhin ein netter PR-Gag, weshalb sie öffentlich mitteilten: "Einen eigenen Kamel-Abstellplatz hatte der Ski-Club Willingen nicht eingerichtet. Und so kam das Kamel nicht durch das Nadelöhr Einlasskontrolle.", erinnert die Nachrichtenagentur in ihrer aktuellen Vorschau an einen der kuriosesten Momente an der Mühlenkopfschanze.

 

Westman trainiert mit Ljoekelsoy

 

Für die Schwedin Frida Westman kommt Willingen noch zu früh. Die 21-Jährige, die in Norwegen lebt und mit dem früheren Skispringer und DSV-Assistenztrainer Roar Ljokelsoy trainiert, hofft nach einer schweren Verletzung und Kniearthroskopie bei der WM in Planica wieder dabei sein zu können. Westman hatte zum Saisonauftakt in Wisla  den ersten Podestplatz im Frauen-Weltcup für ihr Land gewonnen.

 

Polen nicht im Mixed-Wettbewerb

 

Polens Trainer Thomas Thurnbichler und sein Assistent Marc Nölke kommen mit Dawid Kubacki, Piotr Żyła, Kamil Stoch, Paweł Wąsek, Aleksander Zniszczoł und Jakub Wolny nach Willingen. Allerdings wird Polen nicht am Mixed-Wettbewerb teilnehmen, da die geplanten Skispringerinnen aus gesundheitlichen Günden ausfallen. .

 

Norwegen ohne Johansson und Oestvold

 

Norwegens Trainer Alexander Stöckl verzichtet in Willingen auf Robert Johansson und Benjamin Oestvold. Für die beiden kommen Bendik Jakobsen Heggli und Fredrik Villumstad auf die größte Großschanze der Welt. Weiter dabei sind Halvor Egner Granerud, Marius Lindvik, Johann Andre Forfang, Daniel-Andre Tande und Kristoffer Eriksen Sundal. Auf der Mühlenkopfschanze (HS147) starten auch die Norwegerinnen Thea Minyan Bjoerseth, Maren Lundby, Silje Opseth sowie Anna Odine Ström, die am Sonntag in Hinterzarten gewonnen hatte.