Vierschanzentournee Oberstdorf 30.12.2018
30.Dezember 2018

Vierschanzentournee Oberstdorf 30.12.2018

30
Dezember
Erstellt von SC-Willingen
Kategorie: FIS World Cup 2019/2020
2018
30 .Dezember 2018
Kategorie: FIS World Cup 2019/2020
Erstellt von SC-Willingen

Eisenbichler Zweiter hinter Kobayashi

Bei Markus Eisenbichler (281,9/133+129) ist zum Auftakt der 67. Vierschanzentournee in Oberstdorf der Knoten geplatzt.  Der Siegsdorfer sicherte  den DSV-Adlern  nach Sprüngen auf 133 und 129 Meter mit Platz zwei und seinem besten Karriereergebnis  denkbar knapp hinter  Japans Überflieger Ryoyu Kobayashi (282,3/138,5+126,5)  einen Podestplatz mit nur,0,4 Punkte Rückstand auf den nur im ersten Durchgang dominierenden Sieger. „Ein geiles Gefühl“, kommentierte „Eise“ den Erfolg. Der Österreicher Stefan Kraft (280,5/131+134,5) , der schon die Qualifikation gewonnen hatte, belegte Platz drei zur Freude seiner Landsleute.

Geiger und Leyhe auf Platz 12 und 13

Die im Vorfeld höher gehandelten Karl Geiger (12.) und Stephan Leyhe (13.)in seinem 100. Weltcupspringen  hatten Pech mit dem Wind. „Ich wäre gerne hier in meiner Heimat weiter gesprungen“, meinte Lokalmatador Geiger nach seinen 129 und 128 m vor der gesamten Familie und vielen Freunden und Bekannten.  „Der Aufwind ist unser Freund, der Rückenwind nicht so“, konstatierte Stephan Leyhe, der ebenfalls einige Willinger mit Vater Volker, SCW-Präsident Jürgen Hensel und seiner Freundin Jaqueline an der Spitze in die mit 25.000 Fans ausverkaufte Oberstdorfer Arena gelockt hatte. Im Gesamt-Weltcup verteidigten Geiger und Lehe die Plätze vier und sechs.

Was kann und muss noch besser werden?, fragte der ZDF-Reporter.  „Die Weite“, flachste der „Upland-Adler“ nach seinen 125,5 und 125 m, nachdem er in der Probe bei allerdings noch besseren Bedingungen auf 131 m gesegelt war.  Schon an Silvester in Garmisch-Partenkirchen wollen beide in der Qualifikation und am Neujahrstag beim zweiten Springen wieder mitmischen. Möglichst unter den Top ten, um dort am Ende auch in der Gesamtwertung zu landen. Vor zwei Jahren war Lehe Achter, im vergangenenen Jahr am Ende 13.

Freund und Wellinger nicht im Finale dabei

Schon im ersten Durchgang erlebte das DSV-Team  eine herbe Enttäuschung, als die früheren Tournee-Zweiten Severin Freund (36.) und Olympiasieger  Andreas Wellinger (39.) vorzeitig scheiterten. „Das muss ich erst einmal sacken lassen“, kommentierte Wellinger das Debakel.  Richard Freitag (16.), David Siegel (17.), Pius Paschke  (21.) und Constantin Schmid (24.) blieben dagegen in den Weltcuppunkten. Und Bundestrainer Werner Schuster konnte zufrieden sein.

Die Siegesserie von Titelverteidiger Kamil Stoch  aus Polen, der im Vorjahr alle vier Springen für sich entschieden und den Sven Hannawald-Grand-Slam eingestellt hatte,  ist derweil gerissen, er wurde nach fünf Tournee-Einzelerfolgen in Folge an allen vier Tournee-Orten diesmal Achter.