Stefan Kraft gewinnt Quali bei Tournee-Auftakt 
28.Dezember 2019

Stefan Kraft gewinnt Quali bei Tournee-Auftakt 

28
Dezember
Erstellt von Dieter Schütz (Weltcup-Pressechef)
Kategorie: FIS World Cup 2019/2020
2019
28 .Dezember 2019
Kategorie: FIS World Cup 2019/2020
Erstellt von Dieter Schütz (Weltcup-Pressechef)

Stefan Kraft gewinnt Quali bei Tournee-Auftakt 
Top-Platz drei für Stephan Leyhe in Oberstdorf
Neun DSV-Adler für K.o.-Springen qualifiziert

Einen stimmungsvollen Auftakt in die 68. Vierschanzentournee erlebten 15.000 Fans an der Schattenbergschanze in Oberstdorf. Der Österreicher Stefan Kraft gewann die Qualifikation für den Wettkampf am Sonntag mit 136 m und 152,2 Punkten vor Junshiro Kobayashi aus Japan, der 136,5 m weit sprang und dafür 149,6 Punkte bekam. In exzellenter Form präsentierte sich im Allgäu Stephan Leyhe vom Ski-Club Willingen. Schon im Training war der Upland-Adler mit 134 und 131m auf den Plätzen 10 und 12 gut dabei gewesen. Mit 133,5 m und 147,9 Punkten setzte der 27-jährige Schwalefelder in der Quali bei wechselnden Winden, Unterbrechungen und Anlauf-Veränderungen noch eins drauf und wurde hervorragender Dritter und damit bester Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV). Hinter Leyhe kam der Vorjahressieger und Weltcup-Führende Ryoyu Kobayashi aus Japan mit 133,5 m und 147,6 Punkten auf den vierten Platz. 


Mit dem stark formverbesserten Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler (134 m/146,5 Punkte) und dem in dieser Saison bislang konstantesten DSV-Springer, Lokalmatador Karl Geiger (132/145,0) aus Oberstdorf, kamen weitere deutsche Hoffnungsträger für die Tournee auf die Ränge fünf und sechs. Mit Constantin Schmid (11.), Pius Paschke (14.), Martin Hamann (17.), Luca Roth (33.), Moritz Bär (34.) und Philipp Raimund (45.) erreichten weitere deutsche Skispringer aus dem Weltcup-Team und der nationalen Gruppe den Wettkampf beim Saisonhöhepunkt.  Richard Freitag ist dagegen leider weiterhin ohne Form. Nach einem Sprung auf nur 112 m schied der Sachse als enttäuschender 59. im Feld der 71 Starter ebenso aus wie Kilian Märkl (61.) und Felix Hoffmann (64.). Nach einem verpatzten Sprung schaffte es Gregor Schlierenzauer als 50. gerade noch so in die Konkurrenz. Er bekommt es im „Knaller-Duell“ mit seinem Landsmann und Tournee-Mitfavoriten Stefan Kraft im K.o.-Vergleich zu tun, der nur bei der Vierschanzentournee zur Anwendung kommt. 
 
Stephan Leyhe war mit dem Start in seine insgesamt sechste Tournee als überraschender Quali-Dritter sehr zufrieden. In der ARD sagte der Team-Weltmeister, dass er „das Timing an der Kante immer besser in den Griff“ bekomme. „Jeder Sprung gibt mir mehr Vertrauen zum System, zum Flug. Ich habe es gerade gut im Gefühl. Der Start heute ist ziemlich gut gelungen.“ Die Vorfreude auf die vier Springen der Vierschanzentournee war dem Top-Springer des SC Willingen förmlich anzumerken. Im Vorjahr war der Upländer zum Auftakt in Oberstdorf 13. geworden, um dann nach konstant guten Leistungen am Ende sensationell als Dritter der Gesamtwertung hinter Ryoyu Kobayashi und Markus Eisenbichler auf dem Siegerpodest zu stehen. Einer der bislang größten Erfolge in der Karriere von Stephan Leyhe. Der Super-Start in die Tournee 2019/2020 weckt erneut Hoffnungen auf eine Top-Platzierung bei seinen vielen Fans. In Oberstdorf wird an der Schattenbergschanze morgen die Hölle los sein, denn mit 25.000 Zuschauern meldet der Veranstalter ein ausverkauftes Stadion. Der Wettkampf wird um 17.30 Uhr live in der ARD und bei EUROSPORT übertragen.

Die K.o.-Duelle mit deutscher Beteiligung:
 

Leyhe – Bartol (Slowenien)
Eisenbichler – Tande (Norwegen)
Geiger – Raimund
Schmid – Peier (Schweiz)
Paschke – Vassiliev (Russland)
Hamann – Bär
Aalto (Finnland) – Roth