FIS Skisprung Weltcup Val di Fiemme 12.1.2020
12.Januar 2020

FIS Skisprung Weltcup Val di Fiemme 12.1.2020

12
Januar
Erstellt von Presseteam SCW
Kategorie: Weltcup-News, FIS World Cup 2019/2020
2020
12 .Januar 2020
Kategorie: Weltcup-News, FIS World Cup 2019/2020
Erstellt von Presseteam SCW

Karl Geiger schafft einen Doppel-Sieg
 
Führung im Weltcup weiter ausgebaut
 
Stephan Leyhe Zweiter in der Qualifikation

 
Karl Geiger krönte in Val di Fiemme ein perfektes Skisprung-Wochenende! Der Allgäuer ist in Topform und hat mit dem ersten Doppelsieg eines deutschen Skispringers an einem Ort seit fast fünf Jahren seine Extraklasse unter Beweis gestellt, nachdem er sich am Sonntag auf der Normalschanze in Predazzo auch schon in der Qualifikation mit 104,5 m auf Platz eins vor dem Willinger Stephan Leyhe (101,5) behauptet hatte. Die Ambitionen des Upland-Adlers auf einen Podestplatz in Val di Fiemme verhinderten einmal mehr schlechte Windverhältnisse im ersten Durchgang du nur 96 m. Im Finale machte Leyhe dann mit 100,5 m noch Boden gut und punktete weiter. Mit 240 Punkten ist er weiter auf Platz 15 im Gesamtweltcup zu finden.
Einen Tag nach seinem ersten Saisonsieg gewann Vizeweltmeister Geiger auch den zweiten Wettkampf vor dem Österreicher Stefan Kraft. Es war insgesamt der vierte Weltcup-Triumph des Allgäuers – darunter einmal auf der Willinger Mühlenkopfschanze. Zwei DSV-Siege in Folge hatte zuletzt Ex-Weltmeister Severin Freund im März 2015 in Oslo geschafft.

Geiger flog auf der selten genutzten Normalschanze auf 107,0 m und 103,5 m, mit 285,2 Punkten lag er umgerechnet zweieinhalb Meter vor Kraft (280,5).. Dritter wurde Tournee-Triumphator Dawid Kubacki aus Polen (278,2). Auch eine verpatzte Landung im ersten Durchgang, als er nur einen halben Meter unter dem 17 Jahre alten Schanzenrekord blieb, konnte Geiger nicht stoppen. Im Gesamtweltcup liegt Geiger mit 819 Punkten vor Kraft (699) und dem Japaner Ryoyu Kobayashi (655), der am Sonntag nicht über Rang 25 hinaus kam.
Stephan Leyhe als 13. und Pius Paschke auf Rang 18 blieben dagegen 24 Stunden nach dem „Tag der Deutschen“ mit Platz 1 – 5 – 6 und 8 hinter den Möglichkeiten zurück. Youngster Luca Roth sammelte auf Position 30 noch einen Weltcup-Punkt. Constantin Schmid , der am Samstag als Fünfter das beste Ergebnis seiner Karriere gefeiert hatte, verpasste als 34. ebenso wie Martin Hamann sogar den Finaldurchgang.
„Der Wind ist launisch. Ich tue mich noch schwer, wenn der Druck unter dem Ski fehlt. Das muss ich noch lernen“, blieb Leyhe  konzentriert und dachte schon wieder auf die nächste Aufgabe am kommenden Wochenende in seiner Schwarzwald-Wahlheimat, wenn es in Titisee-Neustadt wieder um Weltcup-Punkte geht. Ein Podestplatz, ja sogar ein Weltcupsieg scheint nicht nur für Trainer Horngacher möglich, ja fast schon überfällig, nachdem Leyhe wegen der Verletzung vom Sturz in Oslo etwas später in die Saison gestartet und bisher fast immer unter Wert geschlagen worden war.
Auf der Normalschanze war in Predazzo gesprungen worden, weil der Schnee auf der Großschanze lawinenartig abgegangen war und die Anlage nicht mehr rechtzeitig präpariert werden konnte. Im rumänischen Rasnow steht nur noch ein weiterer Weltcup auf der „kleinen“ Schanze im Programm.

 

Skispringerinnen hinken hinterher

Die deutschen Skisprung-Frauen haben die Podestplätze beim Weltcup im japanischen Sapporo klar verpasst und bleiben  deutlich hinter den eigenen hohen Erwartungen zurück. Sowohl Katharina Althaus (12.) als auch Juliane Seyfarth (14.), die 2019 in Seefeld WM- Gold im Mixed und im Team holten, schafften es nicht unter die Top 10. «Die beiden Arrivierten, die noch übrig sind, da ist es momentan ein bisschen schwierig», sagte Bundestrainer Andreas Bauer.  Hinter Althaus und Seyfarth fehlen in dieser Saison in Carina Vogt, Ramona Straub, Anna Rupprecht und Gianina Ernst wichtige Springerinnen, die jahrelang für starke Teamergebnisse gesorgt hatten. «Absehbar war, dass wir mannschaftlich etwas verloren haben, weil wir vier verletzte Athletinnen haben», sagte Bauer. Das Ergebnis in Japan sei jedoch trotz der Personalmisere «nicht ganz zufriedenstellend». Derzeit dominiert Österreich. Nach dem Überraschungssieg der 18 Jahre jungen Marita Kramer am Samstag gewann im zweiten Springen Eva Pinkelnig. Olympiasiegerin Maren Lundby aus Norwegen sprang im Gelben Trikot der Gesamtführenden an beiden Tagen Schanzenrekordweite, kam aber nicht an den Österreicherinnen vorbei. Die Skispringerinnen bleiben in Japan  und springen in der kommenden Woche im japanischen Zao.  Danach stehen Weltcups in Rasnow sowie der Heimweltcup in Oberstorf an, bei dem in der nationalen Gruppe auch die Willingerin Michelle Göbel eine Chance bekommen könnte.