FIS Skisprung Weltcup Vikersund 17.03.2019

17.03.2019

S.Kraft - R.Kobayashi - R.Johansson
© www.berkutschi.com

Ryoyu Kobayashi gewinnt auch die RAW Air
Slowene Domen Prevc in Vikersund ganz vorn
Stephan Leyhe sieht „spannenden Wettkampf“

Was für ein Einzel-Skifliegen zum Abschluss der RAW Air mit 15 Wettkämpfen in nur zehn Tagen an den vier norwegischen Austragungsorten in Oslo, Lillehammer, Trondheim und Vikersund! Mit dem letzten Flug fing der Japaner Ryoyu Kobayashi (2.461,5 Punkte) den führenden Österreicher Stefan Kraft (- 2,9 Punkte) doch noch ab und sicherte sich die 60.000 Euro Extra-Preisgeld.  Am Ende trennten die beiden überragenden Athleten ganze zweieinhalb Meter. „Ryoyu hat’s schon verdient gewonnen“, gratulierte ein fairer Stefan Kraft im ZDF-Interview. „Ich hatte keine Reserven mehr, mein zweiter Flug war zu brav. Wenn man dann auf den zweiten Sprung von Kobayashi schaut, das war eine Bombe, eine Rakete.“ Dritter wurde der norwegische Lokalmatador Robert Johansson (- 109,9 Punkte). Auch für Kraft und Johansson hat sich die kräftezehrende Wettkampfserie mit 30.000 Euro bzw. 10.000 Euro gelohnt. Auf dem vierten Platz der Gesamtwertung kam als bester deutscher Starter Markus Eisenbichler (- 164,7 Punkte), der Kobayashi für das Saisonfinale in Planica/Slowenien am nächsten Wochenende einen harten Kampf um die Trophäe im Skiflug-Weltcup ankündigte. „Planica mag ich sehr gern. Ich glaube, ich habe gute Karten. Ich habe Ryoyu schon angekündigt, den Skiflug-Weltcup gewinnst du nicht“, sagte der Bayer schmunzelnd. In der aktuellen Wertung im Skifliegen rangiert Eisenbichler mit 13 Zählern hinter Kobayashi auf Rang zwei, gefolgt von Polens Kamil Stoch und Kraft. Kobayashi hat nach dem „Grand Slam“ mit vier Siegen auf allen Schanzen der Vierschanzentournee, dem Gesamt-Weltcup im Skispringen, Willingen/5 und jetzt der RAW Air eine Bilderbuch-Saison mit bislang 12 Saisonerfolgen veredelt. „Wer Willingen/5 gewinnt, gewinnt auch die RAW Air“, stellte Ski-Club-Präsident Jürgen Hensel fest. 2018 mit Stoch und jetzt mit Kobayashi war das nämlich der Fall.

Stephan Leyhe am TV zum Zuschauen verurteilt

Ein merkwürdiges Gefühl war es gewiss für Stephan Leyhe vom SC Willingen, der nach seinem Sturz in Olso die Saison verletzungsbedingt beendet hat und das Skifliegen am Fernseher in seiner Wahl-Heimat in Breitnau im Schwarzwald verfolgte. „Das war ein spannender Wettkampf“, konstatierte Leyhe, der aber auch keinen Hehl daraus machte, dass er „liebend gern dort geflogen“ wäre. Der Gesundheitszustand lässt das aber derzeit nicht zu. „Es ist nichts gebrochen oder gerissen in meinem Fußgelenk, aber stark gereizt“, befolgt der 27jährige Schwalefelder den medizinischen Rat zur Pause. Der „Upland-Adler“ blickt als Team-Weltmeister und erstklassigen Weltcup-Platzierungen auf den besten Winter seiner Karriere zurück.

Prevc siegt auf dem Vikersundbakken mit 0,1 Pünktchen

Fast hätte Ryoyu Kobayashi in Vikersund auf dem Monsterbakken auch noch seinen 13. Saison-Sieg eingeflogen. Nach zuvor 237m flog der japanische Superstar im Finale auf 239m und setzte sich mit 454,6 Punkten zunächst deutlich an die Spitze. Domen Prevc kam nach 241m auf 232,5m, so dass viele Kobayashi schon als Sieger wähnten. Doch mit 454,7 Zählern schob sich der 19-jährige Slowene um 0,1 Pünktchen und damit hauchdünn vorbei. Nach dem Sieg mit dem slowenischen Team gestern bedeutete dies den zweiten Weltcup-Sieg innerhalb von nur 24 Stunden. Darauf hatte der draufgängerische Weitenjäger lange warten müssen. Seinen letzten Erfolg im Weltcup hatte er im Dezember 2017 in Engelberg gefeiert. Dritter wurde Stefan Kraft (236,5m+229,5m/443,2 Punkte), der den Polen Jakub Wolny (230+225,5/438,8) und Markus Eisenbichler (223+230/434,3) auf die Plätze vier und fünf verwies. Andreas Wellinger, der gestern für das deutsche Team beim zweiten Platz der Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster nicht berücksichtigt worden war, wurde formverbessert Elfter. Richard Freitag, Constantin Schmid und Karl Geiger belegten die Ränge 13, 20 und 22. Pius Paschke hatte als 39. das Finale verpasst.

Dieter Schütz – Weltcup-Pressechef


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