Club-News 24.11.2017

24.11.2017

Stephan Leyhe
© www.berkutschi.com

Stefan Kraft gewinnt Qualifikation in Ruka
SCW-Adler Stephan Leyhe springt auf Platz 25

Im hohen Norden im finnischen Kuusamo/Ruka setzen die weltbesten Skispringer an diesem Wochenende ihre Weltcup-Wettbewerbe fort. Bei schwierigen Windbedingungen in Training und Quali war Weltcup-Gesamtsieger und Doppel-Weltmeister Stefan Kraft im Feld der 76 Starter mit überragenden 144 m der Beste. Mit 151,8 Punkten lag der Österreicher, der auf der Rukantuturi-Schanze (HS 142) nur drei Meter unter dem Schanzenrekord seines Landsmannes Gregor Schlierenzauer blieb, deutlich vorn vor dem Zweitplatzierten Norweger Johann Andre Forfang (138,5 m/144,1 Punkte) und Richard Freitag (138/129,9) als wie schon in Wisla bestem DSV-Adler auf Rang drei.  Mit Andreas Wellinger (7. Platz/127/123,5) , Markus Eisenbichler (11./130/117,1), dem erneut überzeugenden Pius Paschke (12./124,5/115,2), Karl Geiger (18./122/109,1) und Stephan Leyhe (25./121,5/101,9) schafften fünf weitere Skispringer aus dem Team von Bundestrainer Werner Schuster den Sprung in die Top 50 für den Einzel-Weltcup am Sonntag um 15 Uhr MEZ. Lediglich der junge David Siegel (56./90,5/44,1) musste die Segel aus deutscher Sicht streichen. Er befand sich jedoch in prominenter Gesellschaft, da mit „Altmeister“ Noriaki Kasai, Anders Fannemel, Roman Koudelka und Jurij Tepes namhafte Athleten die Qualifikation ebenso nicht schafften. Das galt auch für den Österreicher Daniel Huber als Top Ten-Mann vom Start in Wisla. In der neuen Saison müssen auch die bislang Vorqualifizierten antreten, um sich für den Einzel-Start zu qualifizieren.

Stephan Leyhe: „Bin mit dem Rhythmus der Schanze nicht zurechtgekommen“

Für Stephan Leyhe vom Ski-Club Willingen ist in Ruka noch Luft nach oben. Im Training schaffte er bei wechselnden Winden 120,5 und 110 m. Immerhin gelang dem 25-jährigen Schwalefelder in der Quali mit 121,5 m sein weitester Sprung. Nach Rang 10 zum Auftakt in Wisla vor einer Woche war er damit nicht zufrieden. „Ich bin mit dem Rhythmus der Schanze nicht zurechtgekommen. Das ist schade, ich drücke den Jungs für morgen im Team die Daumen“, so Leyhe, der fürs Team nicht nominiert ist. „Am Sonntag bekomme ich eine neue Chance, die ich nutzen will“, so der Upländer Top-Sportler. Die Qualifikation zum Auftakt des Ruka-Wochenendes hatte wegen der Wind-Unterbrechungen mit einer halben Stunde Verspätung begonnen. Morgen steht in Finnland, wo sich auch die Nordisch Kombinierten und die Skilangläufer zum Start in die Olympia-Saison messen, zunächst ein Team-Wettbewerb auf dem Programm. Um 16.15 Uhr MEZ geht’s los. Die ARD und EUROSPORT übertragen die Konkurrenz live. Zum siebenten Mal findet in Ruka ein Team-Wettkampf statt, zum ersten Mal wieder seit 2012/13. Damals gewann Deutschland vor Österreich und Slowenien. Ein gutes Omen?

Dieter Schütz – Weltcup-Pressechef    


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