Einkleidung und Ehrung in Herzogenaurach
Erstellt von: Friederike Weiler - Pressechefin
Mit der offiziellen Wintereinkleidung in Herzogenaurach hat der Deutsche Skiverband (DSV) traditionell die neue Saison eingeläutet. Rund 700 Athletinnen und Athleten, Trainer, Betreuer sowie Funktionäre wurden am 20. und 21. Oktober von Ausrüster adidas für den bevorstehenden Winter ausgestattet. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung war erneut die DSV Sports Night, bei der der Verband herausragende Leistungen der vergangenen Saison würdigte.
Goldener Ski an Raimund und Freitag
Die höchste Auszeichnung des DSV, der „Goldene Ski“, mit dem die besten deutschen Athletinnen und Athleten einer Disziplin für ihre Leistungen im zurückliegenden Winter ausgezeichnet werden, ging im Skispringen an Philipp Raimund und Selina Freitag.
Für Raimund vom SC Oberstdorf war die Saison 2025/26 die bislang erfolgreichste seiner Karriere. Der 26-Jährige gewann bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina die Goldmedaille von der Normalschanze in Predazzo. Zudem feierte er Anfang März in Lahti seinen ersten Weltcupsieg auf der Großschanze. Mit 967 Punkten belegte Raimund in der Gesamtweltcupwertung Rang sieben und war damit bester deutscher Skispringer.
Auch Selina Freitag vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal durfte sich über den Goldenen Ski freuen. Die Auszeichnung erhielt sie bereits zum zweiten Mal nach 2025. Bei den Olympischen Spielen sprang die 25-Jährige auf der Normalschanze auf Platz sieben und verpasste mit dem deutschen Mixed-Team als Vierte knapp eine Medaille. Für ein besonderes Ausrufezeichen sorgte sie im März in Vikersund: Mit 227,5 Metern stellte Freitag einen neuen deutschen Frauenrekord im Skifliegen auf.
Neben den Athleten ehrte der DSV auch verdiente Trainer und Nachwuchssportler. Im Skispringen wurde Karl Moser vom WSV Kiefersfelden als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet. Der Vereinstrainer betreut seit Jahren den Nachwuchs in den Altersklassen U11 und U13 sowie Athletinnen und Athleten des Landeskaders. Nach Angaben des DSV steht seine Arbeit für eine nachhaltige Nachwuchsförderung, bei der Geduld, Freude am Sport und die persönliche Entwicklung der jungen Springerinnen und Springer im Mittelpunkt stehen.
Als „Juniorsportler des Jahres“ im Skispringen wurden zudem Julina Kreibich und Janne Holz ausgezeichnet. Mit der Ehrung würdigt der DSV die besten Nachwuchsathletinnen und -athleten des C-Kaders.
Laura-Dahlmeier-Award für Jacob Schramm
Eine besondere Ehrung erhielt in Herzogenaurach Skirennfahrer Jacob Schramm. Der erstmals vergebene Laura-Dahlmeier-Award erinnert an die ehemalige Biathletin und zeichnet Athletinnen und Athleten aus, die außergewöhnliche Herausforderungen gemeistert haben. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht ausschließlich sportliche Erfolge, sondern vor allem persönliche Stärke, Beharrlichkeit und außergewöhnliche Entwicklungen.
Schramm erhält die Auszeichnung für seinen beeindruckenden Weg zurück nach einem schweren Trainingssturz auf der Streif in Kitzbühel im Januar 2025. Dabei zog er sich komplexe Knieverletzungen mit mehreren Kreuzbandrissen zu und musste zahlreiche Operationen sowie eine lange Rehabilitationsphase überstehen. Sein Comeback gilt als Sinnbild für die Idee des neuen Awards. Das mit 5.000 Euro dotierte Preisgeld spendet Schramm an die Hilde-Gerg-Stiftung.
Emma Aicher ist DSV-Skisportlerin des Jahres
Zur DSV-Skisportlerin des Jahres wählten die Athletinnen und Athleten des Deutschen Skiverbandes Skirennfahrerin Emma Aicher vom SC Mahlstetten. Stimmberechtigt waren Sportlerinnen und Sportler aller Disziplinen, Kader und Lehrgangsgruppen.
Aicher überzeugte in der vergangenen Saison insbesondere bei den Olympischen Spielen, wo sie zweimal Silber gewann: in der Abfahrt sowie in der Team-Kombination gemeinsam mit Kira Weidle-Winkelmann. Die Auszeichnung wurde per Online-Voting unter den DSV-Aktiven vergeben.
Fotos: DSV