Die Arbeiten an der Mühlenkopfschanze laufen auf Hochtouren
Erstellt von: Friederike Weiler
Es geht in die heiße Phase: Nächste Woche startet der Skisprung-Weltcup an der Willinger Mühlenkopfschanze. Vom 30. Januar bis 1. Februar 2026 messen sich im Upland die besten Skispringerinnen und Skispringer der Welt. Wie ist die Schneesituation vor Ort? Wie sieht das Programm an den drei Tagen aus, und wo sind noch Tickets erhältlich?
Die Lage an der Schanze
„Wir liegen gut im Plan“, sagt Schanzenchef Andi Rohn. Knapp 4000 Kubikmeter Schnee werden gebraucht, um Hang und Auslauf zu belegen – dafür waren sieben Schneekanonen im Einsatz. Und diese Massen werden bereits seit vergangener Woche bewegt. „Der Schnee muss von unten nach oben mit der Steilhangwalze verteilt werden“, sagt Rohn. Soll heißen: Die Schneeauflage im Steilhang und danach im Rest des Auslaufs wird wettkampftauglich gemacht. „Derzeit sieht das hier noch nach einer Mondlandschaft aus, aber schon bald geht’s an die Feinarbeiten.“
Außerdem wurde vergangenen Samstag mit der Präparation des Anlaufs gestartet. Auf einer Länge von knapp 110 Metern wurde auf den Kühlschlangen eine gleichmäßige Schneeschicht aufgetragen, die mit einer Lore, die an einem Seil ganz oben unter dem Adlerhorst befestigt ist, verteilt wurde. Mit einer gießkannenähnlichen Brause wurde immer wieder Wasser aufgetragen, damit langsam Schicht für Schicht durchfrieren kann. Am Spätnachmittag hatte das Anlauf-Team um Nikolas Küthe und Mathias Göbel bereits die mit Glykol befüllten insgesamt zwei Kilometer langen Kühlschlangen mit rund 20 Zentimetern Kunstschnee belegt.
„Derzeit ist der Anlauf mit einer Plane abgedeckt, damit alles durchziehen und zu einem festen Eisblock frieren kann“, sagt Küthe und ergänzt: „Wenn die Konsistenz am Samstag passt, können wir die Spur eventuell schon reinfräsen oder zumindest schon einmal alles für das Fräsen vorbereiten, damit wir noch etwas Puffer haben.“ Spätestens nächste Woche Mittwoch wird die Spur dann final hergestellt, da am Donnerstag die Schanzenabnahme ansteht.
Neben dem künstlichen Schnee brachte der viele natürliche Schnee, der in der ersten Januarwoche hinunterkam, aber auch einen zusätzlichen Arbeitseinsatz mit sich, zu dem der Ski-Club vergangene Woche aufgerufen hatte. Schüppen war angesagt, unter anderem mussten die Tribünen vom Schnee befreit werden.
Das Weltcup-Programm
Neben zwei Einzelwettbewerben am Samstag und Sonntag sowohl für die Männer als auch für die Frauen steht bereits zum Weltcup-Auftakt am Freitag ein Mixed-Wettbewerb an, bei dem die Springerinnen und Springer gemeinsam an den Start gehen werden. Aber damit nicht genug: Denn nach dem Wettbewerb geht’s mit einem stimmungsvollen Rahmenprogramm weiter: Auf eine Eröffnungsfeier mit Lichterschau, DJ und die Präsentation aller Mannschaften dürfen sich die Fans freuen. Nach den Wettbewerben kann außerdem an allen drei Tagen noch im Festzelt gefeiert werden.
Der Ticketverkauf
Es ist noch etwas Luft nach oben. Laut Markus Hensel, Geschäftsführer des Ski-Clubs Willingen, ist die Nachfrage ein wenig geringer als zu Spitzenzeiten. „Trotzdem sind die Zahlen aber zufriedenstellend. Der Samstag läuft wieder auf ein ausverkauftes Stadion hinaus, so wie in den vergangenen Jahren auch.“ Das würde 23.000 Zuschauer bedeuten. Für Sonntag sind 15000 Fans angepeilt. Für Samstag (ab 41 Euro) gibt es nur noch Stehplatz-Karten. Hensel: „Die Tribünentickets waren wieder sehr schnell vergriffen.“ Sonntag (ab 31 Euro) sind aber noch für alle Kategorien Karten zu bekommen.
Die Wettervorhersage meint es gut mit Willingen: Strahlender Sonnenschein und Minustemperaturen sind angekündigt. Wer sich ein Ticket sichern will, findet alle Infos dazu unter weltcup-willingen.de. Und: Das Bahnticket ist bereits im Eintrittspreis enthalten. Dieses Angebot gilt für Züge und Busse des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV) und des Westfalen-Tarifs (WT).