| Weltcup-Sieger am Mühlenkopf - Janne Ahonen (10) |
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Der Renner bei YouTube im Internet Seine Rekordbuch ist eine einzige Erfolgsstory. Als einziger Skispringer der Welt gewann er fünf Mal die Vierschanzentournee, ist mit fünf Titeln im Einzel und mit der Mannschaft sowie weiteren Medaillen der erfolgreichste Springer der WM-Geschichte, gewann zwei Mal den Gesamt-Weltcup, stand bisher 103 Mal im Weltcup auf dem Podest und feierte 35 Weltcup-Siege. Nur sein Landsmann Matti Nykänen und Adam Malysz waren oder sind erfolgreicher. Ein Olympiasieg fehlt Janne Ahonen, der aber mit der Finn Air olympische Medaillen im Teamwettbewerb gewinnen konnte und der am 9. Januar 2005 auf der Mühlenkopfschanze in Willingen einen Rekord aufstellte, der im Internet bei YouTube (Motto: Broadcast yourself) gleich in mehreren Sprachen der große Renner ist. Schon 2004 hatte sich der schweigsame Finne auf der größten Großschanze der Welt in die Siegerliste eingetragen. An diesem denkwürdigen Tag lag er nur auf Platz sechs nach dem ersten Durchgang und musste alles riskieren, um doch noch zu gewinnen. Doch dann überschlugen sich plötzlich die Reporter aller Länder in ihren TV-Kabinen, als sein zweiter Sprung im Finaldurchgang gar nicht enden wollte. "155,5 m" leuchteten in der Fernseh-Grafik auf, eine sensationelle Weite, ein unglaublicher Rekord. Der bedeutete gleichzeitig seinen elften Weltcup-Triumph in diesem, seinem Erfolgswinter. "Eine Schanze, auf der man gewinnt und den Rekord hält, muss man mögen. Und das tolle Publikum auch", lächelt der ansonsten eher schweigsame und verschlossene Finne, wenn er auf diese Bestmarke und diesen historischen Tag angesprochen wird. "Das ist eine wilde Sau. Ich packe es nicht, ich bin vollkommen fertig", jubelte der RTL-Experte Dieter Thoma, auch wenn der Kölner Privatsender RTL als Hostbroadcaster die Weite offiziell auf 152 m korrigieren musste, inoffiziell aber bei seiner Darstellung blieb. Fast alle waren sich einig: Da ging es mit Sicherheit weiter als 152 m!!!!! Die elektronische Weitenmessung war an diesem Tag nicht für so einen gewaltigen Satz eingestellt. "Auf meinem Platz hatte ich eine gute Übersicht und mir war klar, dass der Sprung über 150 und auch 155 Meter geht", berichtete später in einem Interview Ernst Marpe, der Chef der Weitenmesser in und aus Willingen. "Und ich habe schon 1-5-5 eingetippt. Der zuständige Weitenmesser hat aber nur 152 Meter angezeigt und den kann ich nicht überstimmen, weil er näher dran steht. Also musste ich meine Weite korrigieren", berichtet Augenzeuge und FIS-Kampfrichter Marpe. "Fest steht, die 155 sind in Willingen machbar und Ahonen war dicht dran, lag irgendwo zwischen 152 und 155 m." Janne schweigt vielsagend zu den Spekulationen. Vielleicht macht er vom 15. bis 17. Februar beim Weltcup 2008 zum letzten Mal Jagd auf seinen vermeintlichen Rekord für die Ewigkeit. Denn der Mann, der demnächst zum zweiten Mal Vater wird, schnelle Dragster-Rennen liebt und dem man in Österreich schon ein Lied gewidmet hat ("Gar nichts zu lachen") denkt auch über das Ende seiner Karriere nach, will im Sommer endgültig entscheiden. Der Super-Sprung auf der grö0ten Großschanze der Welt aber bleibt bei "YouTube" für alle Skisprung- Fans ein Stück Willinger Weltcup-Geschichte, mit der sich der 30jährige Ahonen schon jetzt unsterblich gemacht hat. Mit seinen Rekorden und Bestmarken ist er schon zu Lebzeiten eine Legende geworden, die hoffentlich ihre Karriere noch weiter fortsetzen wird. |















