| Weltcup-Sieger am Mühlenkopf - Kasai & Saitoh (5) |
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"Sayonara in the Sauerlandstern"
Die Japaner fühlen sich pudelwohl in Willingen. Und sie setzten schon immer Glanzlichter auf der Mühlenkopfschanze. Zwar musste Kazuyoshi Funaki bei der Weltcup-Premiere im Waldecker Upland noch dem Österreicher Andreas Goldberger als erstem Sieger den Vortritt lassen, doch sein damaliger Schanzenrekord von 132 m blieb allen Fans in bester Erinnerung. Hiroya Saitoh gelang zwei Jahre später der erste japanische Sieg, ehe 1999 Noriaki Kasai zum totalen Triumph ausholte: Er gewann beim Dreifach-Weltcup am Rande des Sauerlandes beide Einzelspringen und mit der Air Japan auch den Team-Wettbewerb. 2003 stand Kasai dann noch einmal ganz oben auf dem Siegertreppchen. "Saitoh is Coach", verrät Noriaki Kasai über seinen längst abgetretenen Landsmann, der sich in Japan in einem der dort üblichen Firmenteams um den Nachwuchs kümmert. Auch Kasai will Trainer werden, wenn er seine Karriere beendet. Wann? Mehr als ein verschmitztes Lächeln ist ihm bei dieser Frage nicht zu entlocken. "Eine der schönsten Sprungschanzen in der Welt", lässt er, angesprochen auf die Mühlenkopfschanze, von der herbeigerufenen Dolmetscherin übersetzen. "Ich liebe sie", sagt er zur Schanze und die Übersetzerin errötet leicht, die alte, aber auch die neue Anlage." Beim Triumph der Japaner 1998 in Nagano gehörte er nicht zum Gold-Team, so blieb das Silber von 1994 in Lillehammer hinter Weißflog, Thoma & Co. die einzige Olympiamedaille. Hiroya Saitoh kam 1970 in Yoichi, ebenfalls auf Hokkaido, zur Welt. Er debütierte 1991 im Weltcup und wurde 1995 Vizeweltmeister und Dritter mit Japans Team. Der erste Podestplatz im Weltcup gelang 1995 in Chamonix. Sein größter Erfolg war der Olympiasieg 1998 in Nagano, als man die Konkurrenz um fast 40 Punkte distanzierte. "Der Sieg in Willingen war der erste auf einer Großschanze, noch dazu vor so vielen Menschen", erinnert sich der Japaner gern an Willingen. Die Mühlenkopfschanze vergleicht er mit Bischofshofen: "Auch dort kann man weit über den Hill size springen." Und er zeiht auch einen Vergleich mit Japan. "Willingen ist eine kleine Stadt mit vielen Zuschauern. Bei uns ist es genau umgekehrt." Seinen letzten Wettkampf außerhalb Japans bestritt Saitoh 2000 beim Saisonfinale in Planica, 2002 bestritt er seinen letzten Weltcup in Sapporo. Sein letzter internationaler Wettbewerb war der Continentalcup im März 2003 in Yamagata. Seine Bilanz: 16 Stockerl-Plätze im Weltcup, neben dem Sieg in Willingen der in Chamonix, drei WM-Medaillen und Olympiagold. Sowie schöne Erinnerungen, auch an Willingen! Japans Skispringer sind öfter von zu Hause weg als anderen. Aber es heißt, wenn sie in Japan wären, hätten sie Heimweh nach Europa. |




Beim Triumph der Japaner 1998 in Nagano gehörte er nicht zum Gold-Team, so blieb das Silber von 1994 in Lillehammer hinter Weißflog, Thoma & Co. die einzige Olympiamedaille. 










