| Weltcup-Splitter 01.02.2012 |
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Olympiasieger Simon Ammann macht weiter bis Sotschi 2014 Der vierfache Olympiasieger im Skispringen, Simon Ammann aus der Schweiz, bleibt der Szene mindestens bis 2014 erhalten. Das teilte Swiss-Ski in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Der sympathische Eidgenosse hat erklärt, dass sein großes Ziel eine weitere erfolgreiche Teilnahme bei den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi in zwei Jahren ist. Immer wieder hatte es in den letzten Wochen Spekulationen über ein mögliches Karriereende des 30-jährigen Simon Ammann gegeben. Diese sind nach der eindeutigen Aussage endgültig vom Tisch. Der Schweizer Vorzeigespringer wird auch beim Weltcup-Skispringen des Ski-Clubs Willingen vom 10. bis 12. Februar auf der Mühlenkopfschanze am Start sein.
„Das hat richtig geräumt“, freut sich Schanzenchef Wolfgang Schlüter am Morgen nach dem fleißigen Einsatz von etwa 25 Helfern, die den Tribünenblock E/F (vom Auslauf gesehen rechte Seite) am Dienstag nach Feierabend komplett von etwa 20 Zentimetern Schnee befreit haben. Das ist nötig, um die Sicherheit der vielen Besucher beim Weltcup-Skispringen vom 10. bis 12. Februar an der Mühlenkopfschanze zu gewährleisten. Natürlich haben fast alle „Free Willis“, die an der Schüppe aktiv waren, Muskelkater davon getragen. Aber das geht wieder weg, und alle wissen um die Wichtigkeit des freiwilligen Räumdienstes. Alle waren sehr müde nach der Kraftanstrengung, so dass die Ruhe oder das warme Bad zuhause einem gemütlichen Beisammensein nach getaner Arbeit vorgezogen wurde. Ein Freibier gab Präsident und OK-Chef Jürgen Hensel dann aber doch auf den tollen Erfolg von Ski-Club-Biathletin „Caro“ Hennecke aus, die bei der Europameisterschaft in Orsblie gerade die Bronzemedaille im Einzelrennen gewonnen hatte. Vereinskameradin Nadine Horchler wurde sehr gute Fünfte. „Unsere neuen Schneerutschen sind ein Traum“, war Wolfgang Schlüter regelrecht euphorisch über den Einsatz. Die großen Rohre wurden zu einer Bahn von 100 Meter zusammen gefügt, die wahrscheinlich längste Schneerutsche der Welt steht am Willinger Mühlenkopf. In Windeseile rutschte die weiße Pracht in den Auslauf, wo der Bagger den Schneehaufen kontinuierlich bearbeitete. Heute ab 17 Uhr geht es auf der anderen Seite des Steilhanges mit den Tribünenabschnitten A/B weiter, wo genau so vorgegangen wird. Außerdem steht das Räumen der Sitztribüne an, da morgen die blauen Sitzschalen montiert werden sollen. Statt einer Übungseinheit auf Turnschuhen mit von der Partie sind heute die Willinger Verbandsligafußballer der SCW-Trainer Uli Schwalenstöcker und Bernd Keindl, die mit anpacken und sich ein kostenloses Krafttraining nach dem Motto „Schneeschaufel statt Ball“ verordnet haben. Dies verdeutlicht die Verbundenheit der Fußballabteilung mit dem Ski-Club. Wenn es vor dem Weltcup darauf ankommt, packen alle mit an. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz in Willingen. So appelliert Wolfgang Schlüter an alle Einheimischen. „Wer Zeit hat, ganz egal wann, bitte zur Schanze kommen, es gibt noch genug Arbeit!“ Alle Helfer melden sich im Auslauf bei Wolfgang Schlüter oder Uli Kesper, um eingewiesen zu werden. Weitere umfangreiche Arbeitseinsätze des Ski-Clubs sind für das kommende Wochenende am Samstag und Sonntag jeweils ab 9 Uhr geplant. Dann wird die Spur in den Anlauf gefräst, das Festzelt und die Verpflegungsstände werden aufgebaut und bis dahin eventuell noch vorhandener Schnee weiterhin von den Tribünen entfernt. Für Verpflegung und Getränke ist wie immer vorgesorgt.
Darauf hat der Ski-Club Willingen gewartet: Am letzten Tag der Meldefrist schickte das Team Österreich, großer Favorit für die FIS-Team-Tour 2012, sein namentliches Aufgebot für das Weltcup-Skispringen des Ski-Clubs Willingen vom 10. bis 12. Februar auf der Mühlenkopfschanze. Angeführt wird die weltbeste Mannschaft um Star-Trainer Alexander Pointner von den Super-Adlern Gregor Schlierenzauer, Andi Kofler und Thomas Morgenstern (Foto). Das siebenköpfige rot-weiß-rote Starterfeld wird komplettiert durch Martin Koch, Manuel Fettner, Wolfgang Loizl und David Zauner. Österreich stellt mit 13 Personen auch das mit Abstand größte Betreuerteam, denn neben Cheftrainer Pointner und Team Captain Ernst Vettori, in seiner aktiven Zeit selbst Weltmeister, Olympiasieger und Vierschanzentourneesieger, kommen fünf weitere Trainer, ein Mannschaftsarzt, ein Physiotherapeut und vier Techniker ins waldeckische Upland.
Erinnern Sie sich noch ? Vor zehn Jahren, am 12. Januar 2002 machte Sven Hannawald (Foto mit zwei Willinger Helferinnen) die Vierschanzentournee zur „Fünfschanzentournee.“ Nach seinem Weltcup-Sieg auf der Mühlenkopfschanze, dem ersten eines deutschen Springers, meldeten die Agenturen: „ Sven Hannawald hat in Willingen seinen fünften Weltcup-Erfolg in Serie gefeiert. Der Grand-Slam-Sieger triumphierte vor 40.000 Fans mit 319,1 Punkten für Flüge auf 141,5 und 148 Meter. Platz zwei belegte der Finne Matti Hautamäki mit 309, 0 Punkten für Sprünge auf 137 und 148 Meter. Rang drei ging an seinen Landsmann Veli-Matti Lindström. Der nach dem ersten Durchgang noch führende Martin Schmitt fiel noch auf Platz 18 zurück. Im Gesamtweltcup führt der diesmal viertplatzierte Pole Adam Malysz mit 1074 Punkten vor Hannawald (899). Als „Hanni“ kürzlich im Umfeld der 60. Vierschanzentournee wieder ausführlich in den Medien vernommen wurde, wusste er nicht mehr genau, ob das erste Springen nach der 50. Tournee in Zakopane oder in Willingen stattgefunden hatte. Beide Weltcups sind nach wie vor Kult und haben einen Sonderstatus im FIS-Kalender. Die Fans im Waldecker Upland mussten neun Jahre warten, ehe es mit Severin Freund wieder einen deutschen Sieger gab, sieht man von den beiden Siegen der DSV-Adler im Teamwettbewerb ab. Die beiden Vorspringer Hannawald und Schmitt waren für den Hipe rund um die Mühlenkopfschanze verantwortlich, kamen (und kommen) immer wieder gern und „versteckten“ sich hier auch mit Hilfe des Ski-Clubs nach einer Rückkehr aus Sapporo und vor einer Weltmeisterschaft, um dem Rummel zuhause im Schwarzwald zu entgehen. Am 8. Februar 2003 setzte Hannawald in Willingen dann bei seinem zweiten Sieg auf der größten Großschanze der Welt noch einen drauf: Für seinen ersten Sprung erhielt er dabei gleich fünfmal die Note 20, eine Bewertung, die bisher nur fünf Skispringer erhalten haben. Für seinen Finaldurchgang erhielt der Schwarzwald-Adler viermal die Note 20 und einmal 19,5 und somit neunmal 20 in einem Sprungwettbewerb. Insgesamt schaffte er 18 Weltcup-Siege, ehe er sich von den Sprungschanzen verabschiedete und nach seinem Burn out inzwischen im Motorsport eine neue Herausforderung gefunden hat. Bei ARD und ZDF, inzwischen beim Pay-TV-Sender sky war und ist er ein gerngesehener Experte, nachdem er es lange Zeit nicht übers Herz gebracht hatte, als Zuschauer an die Schanze zurückzukehren. Nach seinem Grand Slam bei der Tournee zog Cheftrainer Reinhard Heß im Auslauf der Naturschanze in Bischofshofen den Hut, oder besser gesagt die Kappe, vor ihm. Bis heute ist dieser Triumph bei der Tournee einmalig geblieben in der Skisprung-Geschichte, obwohl es für seinen Nachfolger bei der 60. Tournee dafür eine Million Schweizer Franken gegeben hätte. |




Ski-Club-Helfer befreien Tribünen vom Schnee – Block E/F komplett geräumt
Österreich kommt mit allen Top-Stars zum Weltcup-Skispringen nach Willingen
Hannawalds 5. Streich und 5 Mal die 20










