| Weltcup-Splitter 27.01.2012 |
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Erster Schnee von JEVER SKIHALLE Neuss an der Mühlenkopfschanze eingetroffen Zurzeit machen die „Free Willis“ (freiwilligen Helfer) des Ski-Clubs Willingen an der Mühlenkopfschanze die Nacht zum Tag. Scheinwerfer erleuchten den Auslauf der Weltcup-Anlage taghell, damit die wichtigen Arbeiten zur Vorbereitung des Weltcup-Skispringens vom 10. bis 12. Februar über die Bühne gehen können. Am Donnerstagabend kam der erste 12 Meter lange Lastwagen mit einer Schneelieferung aus der JEVER SKIHALLE Neuss an der Schanze an. „Wir konnten den Schnee nur mit Hilfe eines Baggers entladen, da er auf der knapp 200 Kilometer langen Fahrt aus der Wärme in die Kälte fest gefroren war“, erklärte Schanzenchef Wolfgang Schlüter den etwas holprigen Start. Björn Wäscher leistete als feinfühliger Profi auf dem Bagger ganze Arbeit, so dass die weiße Pracht am Ende doch da landete, wo sie hin soll - in den Auslauf der Mühlenkopfschanze. Dort wird der sehr trockene Schnee auseinander geschoben, damit er Feuchtigkeit aufnimmt. Später in der Nacht wurde das ganze dann laut Schlüter „deutlich einfacher“. Neun Fahrzeuge waren im Einsatz, bis Freitagmorgen gegen 11 Uhr dauert die erste erfolgreiche Transportwelle.
Die Männer vom Ski-Club haben den Fahrern aus Neuss einen Tipp mitgegeben: Sie sollen vor dem Beladen die Innenseiten der Lastkraftwagen mit Schalöl einzusprühen, damit ein Anfrieren verhindert wird. Gleich für die zweite Nacht von Freitag auf Samstag, in der die nächsten Schneelieferungen erwartet werden, soll das in die Praxis umgesetzt werden. Die Schneekanonen an der Mühlenkopfschanze brummen indes derzeit nicht. „Es ist im Moment einfach zu warm, da macht es keinen Sinn, die Kanonen laufen zu lassen“, so Wolfgang Schlüter. Erst wenn die Temperaturen wieder deutlich unter den Gefrierpunkt sinken, können die Willinger wieder selbst zusätzlichen Schnee machen. Gestern war auch schon Peter Stremme mit dem neuen Pistenbully im Einsatz. Fahrer und Maschine haben perfekt harmoniert, der Steilhang wurde in einer ersten Schicht teilweise mit Schnee belegt. Samstag und Sonntag ab 9 Uhr präparieren die „Free Willis“ unter Leitung von Anlaufchef Michael Groß, Schwiegersohn von Wolfgang Schlüter, den Anlauf. Der SC Willingen ist und bleibt also ein „kleines Familienunternehmen“, wo mit viel Herzblut angepackt wird. Das war immer so, das ist so, und das bleibt hoffentlich auch so.
Zunächst werden die Kühlschlangen verlegt, die die Anlaufspur beim Weltcup-Skispringen für beste Bedingungen konstant „einfrieren“. Der Anlauf wird anschließend komplett mit dem Schnee von der Willinger Eishalle fertig gestellt, lediglich mit dem Fräsen der Spur lässt man sich noch etwas Zeit. Jeder, der mitmachen möchte, ist zum Arbeitseinsatz am Wochenende herzlich eingeladen. Für die Verpflegung und Erfrischung zur Stärkung ist mit herzhaftem Essen sowie kalten und warmen Getränken bestens gesorgt. Auch wer erst später dazu stoßen kann, ist an der Mühlenkopfschanze ein gern gesehener Gast. „Wir haben genügend Schüppen zur Hand, um jedem eine zu geben“, schmunzelt der stets gut gelaunte Schanzenchef Schlüter. „Ich habe auch schon einen ordentlichen Muskelkater in den Armen und in der Schulter, aber das kostenlose Fitnesstraining gehört zum Weltcup einfach dazu und ist ja auch für die Gesundheit gut.“ Dieter Schütz - Pressechef SCW & Medienkoordinator FIS-Team-Tour
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