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Weltcup-Splitter 12.08.2010 PDF Drucken E-Mail

Österreichs Adler in Rust

Ammann testet noch Material

Zwölf Nationen am Start

Schweizerinnen im Pech

Ehemalige Weltcupstars als Trainer

OesvRust1
www.europapark.de

Österreichs Adler in Rust

Vor dem Sommer-Grand-Prix in Courchevel verlegten Österreichs Adler einen Ferientag im Europapark Rust. Dort hatten die Springer Zeit, tzahlreiche Achterbahnen und Attraktionen zu testen. Unter anderem den "Silver Star", mit 73m und 127 km/h Europas höchste Achterbahn und die Blue Fire – von 0 auf 100 km/h in 2,5 sek. „Es ist unglaublich wie viele Dinge man hier im Europa Park ausprobieren kann. Am meisten haben mich natürlich die Achterbahnen fasziniert. Wenn beinahe 4 g auf deinen Körper wirken ist das ein absolut geiles Gefühl. Bevor es am Donnerstag und Freitag in Courchevel weitergeht, war das auf alle Fälle eine willkommenen Abwechslung, “ sagte Thomas Morgenstern. „Eigentlich geben mir solche Achterbahnen ja nicht sehr viel. Ich finde den Kick auf einer Sprungschanze meistens viel besser. Aber die Geräte, die sie hier haben, sind eine Klasse für sich. Da drückt es dir schon ein Lächeln ins Gesicht“, ergänzte David Zauner.

Ammann testet noch Material

«Ich spüre bei Simon viel Herz und Drive», sagt der Schweizer Disziplinchef Berni Schödler über Simon Ammann. Die anstehenden Springen, besonders am Wochenende in Einsiedeln, haben beim Athleten offenbar den Wettkampfinstinkt geweckt. Er sei in Gedanken viel weniger bei der letzten Saison als noch vor zwei Wochen, sagt Ammann, Sechster in Hinterzarten. Und spricht im Hinblick auf das Springen vom Sonntag in Einsiedeln, fleißig die Werbetrommel rührend, vom ersten Sieg auf der Andreas-Küttel-Schanze. Es dürfte allerdings trotz überstandenen Rückenbeschwerden schwierig werden. In Hinterzarten sprangen der Sieger Adam Malysz und Thomas Morgenstern in einer eigenen Liga, zudem verzichtet Ammann im Gegensatz zur Konkurrenz vorläufig auf den Einsatz des gekrümmten Bindungsstabs. Er befindet sich noch mitten in der Materialabstimmung, der gerade Bindungsstab erlaube präzisere Feedbacks. Für Andreas Küttel geht es nach Rang 48 in Hinterzarten darum, nicht bereits zu Saisonbeginn in eine Negativspirale zu geraten. Er wolle beim Heimspringen locker und befreit auftreten, sagt der Einsiedler: «Doch das ist gar nicht so einfach.» Schon zweimal verpasste er den Einzug in den Final der Top 30. Wie Ammann startet Küttel am Donnerstag und Freitag in Courchevel. Erst nächste Woche greifen Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler und Wolfgang Loitzl ins Wettkampfgeschehen

Zwölf Nationen am Start

Zwölf Nationen haben für den Auftakt im FIS Continentalcup der Skispringerinnen in Bischofsgrün gemeldet. Die weitesten Anreisen haben hier die Teams aus Japan und den USA. Die Topfavoritin zum Saisonstart im Fichtelgebirge ist die amtierende Vizeweltmeisterin Ulrike Gräßler vom VSC Klingenthal. Die 23-jährige Bundespolizistin holte sich im vergangenen Jahr in Bischofsgrün einen Doppelsieg. Diesen würde die Zweitplatzierte der Gesamtwertung der letztjährigen Serie gerne wiederholen. Insgesamt wird die Gastgebernation das größte Kontingent stellen, denn die DSV-Mannschaft wird die nationale Quote hier mit fast 20 Skispringerinnen voll ausnutzen. Aber auch Österreich und Italien schicken mit je sieben Athletinnen große Teams, gefolgt von Slowenien mit fünf Skispringerinnen. Die erfahrenen Mannschaften aus den USA und Frankreich schicken jeweils vier Mädels über den Bakken, ebenso wie Tschechien und Russland, die Neueinsteiger-Nation der letzten beiden Jahre. Mit gleicher Anzahl kommen aus dem fernen Osten die japanischen Mädchen angereist, hier darf man vielleicht, wie im vergangenen Jahr auf ein erstmals in Europa startendes neues Talent hoffen. Vom Ski-Club Willingen sind Anna Häfele und Jenna Mohr am Start.

Schweizerinnen im Pech

Pech hat derzeit die Schweizer Mannschaft, die Eidgenossen müssen diesmal auf Salome Fuchs verzichten. Die mit einer Weite von 69,5 Metern amtierende Schanzenrekordhalterin der Damen in der Ochsenkopf-Schanzenarena muss, wie auch ihre Kollegin Malika Schüppach, in diesem Sommer einen Kreuzbandriss im Knie auskurieren und wird dem Team daher bis in den Winter hinein fehlen. Lediglich die beiden Schwestern Bigna und Sabrina Windmüller werden hier in Bischofsgrün an den Start gehen können. Leider keine Mannschaften schicken die skandinavischen Länder. Hier haben sich die norwegischen Damen kurzfristig zu einem Verzicht auf die Auftaktwettbewerbe entschieden.

Ehemalige Weltcupstars als Trainer

Unter den Trainern und den Betreuern finden sich auch im Damenskisprung vermehrt die Weltcupstars und Toptrainer aus dem Herrenbereich. So ist einer der erfahrenen der Thüringer Jochen Danneberg, jetzt beim niederländischen Skiverband für seine beiden fliegenden Holländerinnen zuständig. Bei den Österreicherinnen präsentiert man mit dem 36-jährigen Martin Höllwarth einen der erfolgreichsten Weltcupskispringer der letzten fast zwanzig Jahre, der seine Trainerkarriere gerade erst begonnen hat. Gleich zu Beginn seiner Karriere holte Martin Höllwarth als siebzehnjähriger bei den olympischen Spielen 1992 in Albertville gleich drei Silbermedaillengewinn, denen bis zum Ende der eigenen Sportlerkarriere 2008, noch zahlreiche Erfolge, unter anderem mit Weltcupsiegen und zahlreichen Podestplätzen folgten, so auch Siege in Willingen.

 
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