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Weltcup-Splitter 11.07.2010 PDF Drucken E-Mail

Wieder Stoch – Leyhe nicht unter Top 50

ÖSV-Adler wollen technischen Vorsprung zurück

Küttel heiratete kirchlich

Fischer an der Kapazitätsgrenze

Gössner zurück - Für Behle wird es schwer

Schmitt war Stargast

Ergebnisliste_GAP_09.07.10.pdf
Ergebnisliste_GAP_10.07.10.pdf

LeyheSRoller

Stephan Leyhe noch nicht in Form
© www.sc-willingen.de

Wieder Stoch – Leyhe nicht unter Top 50

Der Pole Kamil Stoch war auch an diesem Wochenende Doppelsieger. Nach seinem Erfolg beim ersten Continentalcup am Freitag in Garmisch-Partenkirchen, der bei widrigen Witterungsverhältnissen nur in einem Durchgang entschieden werden konnte, bestätigte er seine derzeitig gute Form auch am Samstag und gewann zum vierten Mal in Folge. Die Gesamtwertung führt er mit 480 Punkten souverän an.

Stoch gewann mit Weiten von 134 und 132,5 Metern, vor dem Österreicher Andreas Strolz, der bei 129 und 129,5 Metern landete. Auf den dritten Platz kam Stochs Teamkollege Dawid Kubacki (126,5 und 131,5 Meter). Beste Deutsche waren diesmal Richard Freitag auf Platz neun und Felix Schoft auf Platz zehn. Wie schon am Vortag landeten Daniel Winkler und Stephan Leyhe nur im geschlagenen Feld. Der Winterberger verfehlte das Finale der besten 30 mit 119 nur um zwei Plätze. Der Willinger kam nur auf 110,5 m und Platz 50. Am Vortag hatten sie die Plätze 51 und 54 auf der Olympiaschanze (Hillsize 140) belegt.

PoitnerPla1ÖSV-Adler wollen technischen Vorsprung zurück

Österreichs Skispringer schweigen eisig, wenn sie auf ihr Geheimtraining am Bergisel angesprochen werden. Besonders dann, wenn sie auf ein kleines Detail ihrer Ausrüstung angesprochen werden: eine neue Bindung. Fotos waren verboten, die Tiroler Tageszeitung hat sie dennoch. Entstanden sein soll die Bindung in Zusammenarbeit mit Toni Giger, der seit dieser Saison beim ÖSV für Forschung und Entwicklung zuständig ist. Der Tüfteleinfluss des Ex-Herrenchefs ist unübersehbar: Die Bindung ähnelt einer alpinen, besonders der Kopf des hinteren Teils. Dieser ist auch ausschlaggebend: Er hat eine bessere Führung, dazu dreht er beim Absprung in Richtung des Springers aus. So kann der Athlet den Ski planer aufstellen, die Geschwindigkeit in der Luft erhöhen und weiter springen. Bei der Bindung haben die vom Material abhängigen Skispringer den größten Spielraum. Sie ist vom internationalen Skiverband (FIS) am wenigsten reglementiert, was der Schweizer Simon Ammann bei den Olympischen Spielen zum Ärger der Österreicher schmerzlich kuettelhochzeit1ausnützte. Er profitierte in Vancouver von einer neuen Stabbindung, wurde Doppel-Olympiasieger. Warum aber aller oberste Geheimhaltung? Nicht einmal Springer außerhalb des Nationalteams durften sie testen, die Details werden von einem Stoff verdeckt. Es soll etwas noch nie da Gewesenes sein, heißt es aus Insider-Kreisen. Deswegen wird jetzt viel getestet und dann patentiert. So könnte sie niemand mehr nachbauen: Die Österreicher hätten wieder ihren gewohnten technischen Vorsprung und die Konkurrenz hätte das Nachsehen.

Küttel heiratete kirchlich

Nach Simon Ammann und dessen langjähriger Freundin Yana heiratet nun auch Andreas Küttel seine Dorota kirchlich. Die standesamtliche Hochzeit hatte schon vor einem Jahr auf der Schanze in Einsiedeln stattgefunden. Zu den Gästen gehörte wie umgekehrt auch Simon Ammann.

SommerfestFischerFischer an der Kapazitätsgrenze

Der Sportartikel-Hersteller Fischer geht nach einem guten Jahr und interner Sanierung gestärkt in die Wintersaison. Die Vorbestellungen sind so gut, dass Fischer bei Langlaufskiern an seine Kapazitätsgrenzen stößt. 51 Prozent mehr Langlaufski als im Vorjahr wurden weltweit für den kommenden Winter vorbestellt. „Nach den Erfolgen im Vorjahr pfeift die Langlauf-Sparte so richtig. In Skandinavien sind wir stark. Auch der russische Markt erholt sich gut“, sagt Fischer-Geschäftsführer Franz Föttinger in einem Interview.  Bei Langlauf und Skispringen konnte Fischer Sport seine Vormachtstellung auf dem Markt behaupten: Bei den olympischen Spielen erkämpften Sportler mit Fischer-Skiern 74 von 144 Medaillen im nordischen Bereich.

Gössner zurück - Für Behle wird es schwer

Claudia Nystad erklärte ihren Rücktritt, Miriam Gössner ist wieder ganz heiß auf Biathlon: Seine halbe Silber-Staffel aus Vancouver hat Bundestrainer Jochen Behle verloren. Um die Zukunft im Damen-Skilanglauf sieht es trotz einer Evi Sachenbacher-Stehle nicht gerade rosig aus.

Er werde das Gewehr von Miriam Gössner in einem Schneeloch in den Rocky Mountains vergraben, damit das Talent nicht auf den Gedanken kommen werde, sich wieder dem Biathlon zu widmen, hatte der Bundes-Behle noch bei Olympia scherzhaft angekündigt. Er hätte es wohl besser getan.

Immerhin hatte die umworbene Sportlerin, die schon bei der WM in Liberc großen Anteil an der Staffel-Medaille hatte, den Damentrainer Janko Neuber rechtzeitig informiert, der sogar Verständnis für ihren Schritt zeigte. Die laufstarke Junioren-Weltmeisterin im Biathlon mit großer Schießschwäche sieht nach dem Rücktritt von Simone Hauswald, Kati Wilhelm und Martina Beck eine echte Chance im Weltcup-Team von Ricco Groß.

Der sei noch erstaunlich fit, lobte Gössner nach dem ersten Lehrgang in Willingen, sieht aber in Cheftrainer Uwe Müßiggang immer noch ihren ersten Ansprechpartner. Und der hat den Fall Gössner natürlich auch mit dem Bundes-Behle und Sportwart Thomas Pfüller besprochen. Vielleicht kann Behle am Ende bei der WM am traditionsreichen Holmenkollen dann doch wieder auf Miriam zurückgreifen, wenn die sich nicht für die Biathlon-WM qualifiziert. Da ist ja auch noch die Willingerin Carolin Hennecke, die den Trainerstab bei den Deutschen Meisterschaften vom 17. bis 19. September in der EWF-Biathlon-Arena von ihren Qualitäten überzeugen will.

Schmitt war Stargast

Vize-Weltmeister Martin Schmitt war der Stargast beim Gala-Dinner der Tannheimer Nachsorgeklinik. Er war einer von 200 Gästen bei dieser Wohltätigkeitsveranstaltung der Klinik im Schwarzwald, die sich seit 13 Jahren um die Nachsorge von krebskranken Kindern und die Betreuung der betroffenen Familien kümmert. Alle zwei Jahre veranstaltet die Einrichtung das festliche Essen, das nur ein Ziel hat: Die Arbeit der Einrichtung mit finanzieren zu helfen. Eine sichere Bank bei dieser Veranstaltung sind Deutschlands Spitzenköche. Unter der Führung von Drei-Sterne-Koch Harald Wohlfahrt (Die „Traube“ in Tonbach) trat ein illustres Küchenteam völlig kostenlos an: Ein-Sterne-Köchin Douce Steiner („Hirschen“, Sulzburg) und ihre Ein-Stern-Kollegen Ernst Karl Schassberger (Hotel Schassberger, Ebnisee), Jörg Sackmann ( Hotel Schlossberg, Baiersbronn), Stéphan Bernhard ( „Jardin de France“, Baden-Baden) sowie Rainer Gaiselmann von der „Linde“ in Villingendorf. Sie gruppierten sich um Tannheims Küchenchef Randolf Merkel und verzauberten direkt im Anschluss an das Fußballländerspiel die 200 Gäste mit erlesenen Speisen.

 
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