| Schürzenjäger Open-Air |
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Groupie-Abenteuer Die wilden Zeiten mit den Schürzenjägern Sie sind eine große Familie, die Fans und die vielen organisierten Fan-Clubs der "Schürzenjäger". Und schon beim Warten auf Konzertbeginn in der Schlange geraten sie ins Schwärmen. Von den "wilden Zeiten" mit den Schürzenjägern, als sie selbst - und natürlich auch die Band - noch jünger waren. Seit 32 Jahren schweißen die "Jäger", wie sie ihre Groupies vertrauensvoll nennen, mit ihrer Heimat-Popmusik den deutschensprachigen Raum zum Flachland-Tirol zusammen. Die mit Gold und Platin dekorierten Alpenrocker sind mehr als nur Musikanten, sie sind Weltanschauung. Miteinander singen, miteinander tanzen, Autogramme sammeln, ihre Kleidung möglichst zur Krachledernen tragen, zur Tour 2005 gibt es die Hemden, Kappen, Jacken, Schals in Beige und Rot, man wähnt sich in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die mit ihren Idolen schon früh gegen Umweltsünden, Rassenhass, soziale Ungerechtigkeiten zu Felde musikalisch gezogen ist. Für viele der Fans ist Tirol längst zur zweiten Heimat geworden. Man ist dabei, wenn die "Jäger" in der Nähe auftreten, man verbringt den Urlaub in Tirol, um zum Treffen der Hunderttausend ins Zillertal oder heuer in Hintertux zu kommen. Ob m Rheinland, Ruhrgebiet, im Sauerland, in Thüringen, Niedersachsen oder im Rhein-Main-Gebiet - das Open Air am 16. Juli an de Mühlenkopfschanze hat man sich dick im Terminkalender eingetragen. "Willingen ist Pflicht", sagt der Mann in der KölnArena, der zwischen rheinischem und alpenländischem Idiom innerhalb eines Satzes wechseln kann. Obwohl ihm die Musik nicht mehr so gut gefällt wie früher ("die ist mittlerweile etwas weichgespült"), bleibt er für immer Fan. "Ein echter FC Köln-Anhänger übersteht ja schließlich auch das Schlimmste - den Abstieg." Und die Ordner in der Großarena, in der sich Weltstars und Popidole die Türklinke in die Hand geben, mögen die Schürzenjäger-Groupies: "Das Schlimmste, was die Mitbringen, sind ein paar Flaschen Apfelsaft." Und wenn am Ende ihr Lied kommt ("Mein Tirol, ich vermisse dich...") bringt das fern der Alpen den nächsten Urlaub hörbar nahe. Man muss es selbst erlebt haben, die Treue der Fans, die ihre Kinder mitbringen zum ersten Konzertbesuch, mit denen dann die nächsten Fans schon wieder nachwachsen. Seit fast 35 Jahren. |


















