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Erik Stahlhut bei der Tournee und in Brotterode PDF Drucken E-Mail

Erik Stahlhut bei der Tournee und in Brotterode

 

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   © www.weltcup-willingen.de
   

Erik Stahlhut bei der Tournee und in Brotterode

Die Vierschanzentournee ist nicht nur für die Skispringer ein Highlight, sondern auch für die beteiligten Funktionäre ein echtes Erlebnis. Weil es um etwas geht. Wer erinnert sich nicht an den historischen Sieg von Sven Hannawald auf allen vier Schanzen oder die vier Tourneesiege von Jens Weißflog?

So war Eric Stahlhuts Einsatz in Oberstdorf geprägt von diesem Zeitgeist und motiviert durch eine besonders gute Vorbereitung. Aufgrund der neuen Eingabesysteme für die Wertungen der Sprungrichter über ein Touchpad mit integriertem Bildschirm für die Wiederholung der Landesequenz haben alle eingesetzten Kampfrichter jeden Trainingsdurchgang komplett gewertet. Normalerweise stimmen sich die Sprungrichter während dieser Zeit „manuell“ ab und diskutieren besondere Sprünge intensiv. Hier konnten wir, so Stahlhut neben den Tests der Anlage auch gleich sehen, inwiefern wir ähnliche Sichtweisen“ auf die Dinge haben. Die Qualifikation, als Voraussetzung für die Startliste im KO-Modus war deshalb kein Problem, zumal es keine Stürze oder ähnliche Unsicherheiten gab.

Der erste Wettkampf der Tournee fand unter perfekten Bedingungen statt, so dass alle Teilnehmer wirklich aufs Ganze gingen. Es ist immer interessant, dass die Trainingssprünge und damit die erfolgten Abstimmungen der Sprungrichter, nie vollständig passen. Da wird sehr oft im Training kein oder nur ein schlechter Telemark gesprungen, im Wettkampf jedoch alles riskiert. So hatte leider Björn Einar Romoeren keinen guten Tag, riskierte bei der Landung sehr viel, verlor das Gleichgewicht und stürzte knapp hinter der Sturzgrenze nach Rechts in die Seitenbegrenzung. Obwohl er noch über die Sturzgrenze kam, mussten die Referees dennoch drei Punkte für die starken Unsicherheiten im Ausfahren abziehen. Ganz viel Glück hatte Andreas Kofler mit seinem Sturz im ersten Durchgang als er mit voller Wucht in die linke Seitenbegrenzung raste. Es war einfach sensationell, dass er in Garmisch wieder auf der Schanze anzutreffen war. Morgenstern vor Schlierenzauer und Ahonen hieß schließlich die Reihenfolge beim österreichischen Doppelsieg in Oberstdorf.

Insgesamt war das Team der fünf Sprungrichter aus Norwegen, Frankreich, Italien, Finnland und Deutschland recht gut eingespielt, so dass die Wertung als sehr objektiv eingestuft werden konnte. Fazit: Die Tournee ist und bleibt neben dem Willinger Weltcup ein besonderes Highlight. 


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Niemand konnte ahnen, dass an diesem Wochenende ein Skispringen hätte stattfinden können. So sind reihenweise Weltcups ausgefallen, da die Anlagen nicht zu halten waren. Nicht jedoch in Oberstdorf.

Der Continentalcup ist in der Stadt Brotterode derart fest verwurzelt, dass alle, aber auch wirklich alle, das Unmögliche versuchen, um das Mögliche möglich zu machen. Scheinbar funktionierte dies frei nach dem Motto von Hermann Hesse auch in Brotterode. Der Wettkampf am Samstag war sehr fair und dominiert von der österreichischen Mannschaft. Hier hieß am Ende das Ergebnis: Höllwarth vor Innauer und Vaculic. Die vier nationalen Sprungrichter aus Deutschland kennen sich schon recht lange und sind demnach auch auf Basis gemeinsamer Schulungen im Sommer gut eingespielt. Martin Brunner, Bob Knoll, Franz Rappenglück und ich wurden begleitet von Jiri Parma, der unter den alten Skisprungfans kein unbekannter sein sollte. Eine Herausforderung ist ein Conticup allemal, zumal hier die Streuung in der Wertung recht groß ist. So kommen wirklich Noten in den Bereichen von 13,0 bis ganz nach oben vor. Martin Höllwarth und seine Teamkollegen mit ihren sehr schönen Telemark bekamen die höchsten Noten um 18,5 bis 19,0.

Leider konnte der Wettkampf am Sonntag dann doch nicht mehr durchgeführt werden. Es fing in der Nacht so stark an zu regnen, dass der Aufsprung quasi zerfloss. Ein großes Lob auf jeden Fall an das Team Brotterode für das Wochenende, welches das Unmögliche möglich gemacht hat.

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Die Kampfrichter in Oberstdorf

 
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