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Auch im Biathlon einen Stein im Brett

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© Verena Groß

Auch im Biathlon einen Stein im Brett

     Jetzt hat der Ski-Club Willingen auch im Biathlon einen Stein im Brett. Als bewährter Weltcup-Veranstalter im Skispringen hat der Verein im Jubiläumsjahr mit seinen „Free Willis“ bewiesen, dass er auch in dieser Disziplin Glanzlichter setzen kann. „Hier kommen mehr Zuschauer zur Siegerehrung als andernorts zu den Wettkämpfen“, staunte der frühere Herren-Bundestrainer und Olympiaseiger Frank Ullrich am Samstag abend im Kurgarten, wo sich vor den Staffel-Entscheidungen bis auf den Oberhofer Jürgen Wolf jeweils die sechs Besten der vier ausgetragenen Rennen im Sprint und der Verfolgung bei Damen und Herren den vielen Fans präsentierten. Auch Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner, obwohl sie jeweils nur Platz fünf belegt hatte.

     Fast 10.000 Zuschauer, eine perfekte Organisation und sportliche Topleistungen sorgten dafür, dass die Meisterschaftspremiere im Waldecker Upland zu einem vollen Erfolg wurde und sich die Begeisterung auf alle Beteiligten in der EWF-Biathlon-Arena übertrug. Sabine Reuß, Vizepräsidentin des Deutschen Skiverbandes und Chefin in Thüringen, lobte die Euphorie und den Enthusiasmus der „Free Willis“ und Dr. Heinz Zielinski, der Bürgermeister Thomas Trachte die erfreuliche Nachricht überbrachte, dass die finanzielle Zukunft des Willinger Skiinternats endlich gesichert ist, nahm die Erkenntnis mit nach Wiesbaden, „dass im Waldecker Upland sportlich großes geleistet wird.“

     Stefan Schwarzbach, Pressesprecher des DSV und einer der Manager von Magdalena Neuner, fand ebenfalls nur lobende Worte über die Titelkämpfe und verwies auf die bisher einmaligen Investitionen der Willinger mit Sitztribüne, Videowand oder VIP-Zelt. „Alles perfekt. Die Sportlerinnen und Sportler haben sich dafür mit guten Leistungen bedankt.“ Voll des Lobes waren auch das neue Trainerteam um Uwe Müßiggang mit Mark Kirchner, Fritz Fischer, Ricco Groß und Gerald Hönig: „Willingen hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen“, erklärte das Quintett unisono.

     Auch Dieter Kühnle, der frühere Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer und wichtiger Mitarbeiter im Umfeld von DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach und bei der Olympiabewerbung 2018 staunte nicht schlecht über die Begeisterung beim Biathlon ohne Schnee und verwies auch auf die radsportlichen Aktivitäten in Sachen Mountainbike. „Ein wichtiges Sportzentrum in Nordhessen, allein die Homepage des SC Willingen könnte Vorbild für manchen Großverein oder Dachverband sein.“

     Willingen hatte sich zum 100. Geburtstag um die Titelkämpfe beworben und sie auch bekommen, weil die Arena in Ruhpolding gerade für die WM 2012 herausgeputzt wird. In Sachsen, Thüringen und auch in Bayern beobachtete man die Titelkämpfe ganz genau und fürchtete teilweise schon, dass sich die Willinger mit dieser Veranstaltung auch für zukünftige Aufgaben dieser und auch internationaler Art bewerben wollten. Daran ist jedoch nicht gedacht. „Wir wollten, dass sich alle – Sportler, Trainer, Funktionäre, Medien und Fans – bei uns wohlfühlen. Und das ist uns, so glaube ich, auch gelungen.“

     Dienten die Titelkämpfe im Sommer bisher eher in erster Linie der herbstlichen Leistungskontrolle, so entwickelte sich in Willingen eine echte Meisterschafts-Atmosphäre. Und Andreas Birnbacher schickte sich mit jetzt schon über 20 Titeln an, vielleicht noch in ähnliche Regionen wie der Willinger Jochen Behle mit 42 Meisterschaften im Skilanglauf vorzustoßen.

 
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