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Biathlon-Splitter 18.09.2010 PDF Drucken E-Mail

"Asphalt-Cowboy“ Andi Birnbacher

Thüringens Präsidentin beeindruckt

Henkel und Birnbacher führen

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© Verena Groß

"Asphalt-Cowboy“ Andi Birnbacher

Es hat 50 Jahre gedauert, bis mit Sven Hannawald ein Skispringer alle vier Konkurrenzen einer Vierschanzentournee gewinnen konnte. Ein Rekord für die Ewigkeit? Einen solchen kann auch Andi Birnbacher am Sonntag in Willingen aufstellen, wenn ihm der totale Triumph bei den deutschen Biathlon-Meisterschaften 2010 gelingt. Die bisherigen fünf Rennen hat er schon für sich entschieden: das Einzelrennen und den Massenstart sowie mit Bayern die erstmals ausgetragene Mixed-Staffel, anschließend in Willingen auch souverän den Sprint und die Verfolgung. Titel Nummer sechs ist jetzt mit Bayerns Verbandsstaffel eingeplant.

Birnbacher ist auch in dieser Saison wieder der Asphalt-Cowboy. Sein Trainer Fritz Fischer kündigt für den kommenden Winter schon den ersten Weltcup-Sieg seines Schützlings auf Schnee an. Auf Rollski sehen seine Konkurrenten derzeit nur die Rücklichter. Während sich bei den Frauen Kathrin Hitzer, Magdalena Neuner und Andrea Henkel in die Titel teilen, räumt Birnbacher bisher alles ab. „Das hat es bisher noch nicht gegeben, seit es die Sommermeisterschaften auf dem Skiroller gibt“ ist sich die neue ARD-Expertin Kati Wilhelm sicher und staunt wie alle anderen über den Schlechinger.

„So eine Serie muss man erst einmal hinlegen“, schwärmt auch die frühere ZDF-Expertin Petra Behle über den 29jährigen Allgäuer, der jetzt natürlich auch im Winter zuschlagen will. Er kann die Kraft gut auf die Rollen und den Asphalt übertragen, was ihm bisher offenbar im Schnee auf Ski schwerer fällt. Daran will er arbeiten und es sieht so aus, als würde es ihm auch gelingen, ein Schnee-König werden zu können.

Thüringens Präsidentin beeindruckt

Der Ski-Club Willingen hatte versprechen müssen, dass es eine einmalige Sache sein werde. Zum 100. Geburtstag übertrug der Deutsche Skiverband dem über 1100 Mitglieder zählendne Verein einen Teil der Deutschen Biathlon-Meisterschaften. Auch weil derzeit die Ruhpoldinger Chiemgau_WM-Arena wegen der Umbauarbeiten nicht zur Verfügung steht.

Thüringens Skipräsidentin Sabine Reuß vertrat in ihrer Eigenschaft als Vizepräsidentin den DSV und zeigte sich sichtlich beeindruckt von den Titelkämpfen und dem ganzen Drumherum. Im Haus des Ski in Planegg hat Willingen wieder einen Stein mehr im Brett. Im Skispringen längst Ausrichter auf höchstem Niveau, hat man sich nun auch im Biathlon profiliert, ohne weitere Ansprüche zu stellen. Natürlich schaut die Konkurrenz in Thüringen, Sachsen oder Bayern ins Waldecker Upland, wo man eine Topveranstaltung hingelegt hat, nahezu in allen Bereichen, und auch neue Maßstäbe für die DM-Ausrichter gesetzt hat. Reuß informierte sich auch über die Vereins- und Verbandsstrukturen sowie die Arbeit am Stützpunkt Willingen/Winterberg. Prof. Dr. Heinz Zielinski, im hessischen Innenministerium für den Sport zuständig, brachte die gute Nachricht aus Wiesbaden mit, dass alle noch offenen Fragen für das Sportinternat Willingen geklärt sind – zur Freude von Bürgermeister Thomas Trachte und SCW-Präsident Walter Frosch. Dieter Kühnle, früherer Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer und enger Vertrauter von DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, lobte besonders die Homepage www.weltcup-willingen.de, die sich manch Großverein oder Verband zum Vorbild nehmen könnte. Und so hagelte es schon vor dem Finaltag wieder Lob für alle Seiten, dass am Sonntag Abend beim Helferfest im VIP-Zelt an alle „Free Willis“ weitergegeben wird, ohne die auch in Willingen nichts laufen würde.

Henkel und Birnbacher führen

Mit 146 Punkten führt Andreas Birnbacher die Cupwertung vor Arnd Peiffer (117) und Christoph Stephan (106) an. Bei den Frauen ist Andrea Henkel mit 77 Punkten vorn vor Tina Bachmann (74) und Magdalena Neuner 72 vorn. Nadine Horchler (34) ist Achte, Carolin Hennecke (28) Neunte. Birnbacher ist am Sonntag zusammen mit Florian Graf und Michael Greis für Bayern Staffel-Favorit, bei den Frauen ist Andrea Henkel mit Juliane Döll und Sabrina Buchholz für Thüringen favorisiert und damit auch Favoritin in der Cupwertung.

 
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