| Caros Tagebuch (7) |
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Gute Stimmung trotz Deutschlands WM-Pleite Biathletinnen zu Gast beim Sportlertreffen „SCW 100“
Dann machen wir es uns gemütlich und stimmen uns auf Deutschland gegen Serbien bei der Fußball-WM in Südafrika ein. Wir bekochen unsere Trainer, denen unsere Nudeln gut schmecken. Das ist ja sowieso ein großes Hobby von mir. Ich koche und backe für mein Leben gern, wenn ich die Zeit dazu habe. Leider viel zu wenig. Kuchen haben wir auch noch. Und so geht das Mittagessen nahtlos in ein Kaffeetrinken über. Egal, man kann auch mal zuschlagen. Dann beginnt das Spiel, fast alle aus dem Lehrgang haben sich bei uns in der Ferienwohnung versammelt. Wir sind sehr optimistisch nach der guten Leistung unserer Mannschaft gegen Australien, dass es auch gegen die Serben mit einem Sieg klappt. Leider läuft es trotz aller Anfeuerung und Daumen drücken anders. Der Knackpunkt war neben der (unberechtigten) gelb-roten Karte gegen „Miro“ Klose der verschossene Elfmeter von „Poldi“. Danach ging nix mehr zusammen. Am meisten ist Anne Preußler aus Altenberg in Rage geraten. „Ich krieg’ die Tür nicht zu!“, hat sie immer wieder gerufen. Vielleicht ist das so ein Ausdruck, wenn man es nicht peilt bei den Sachsen. Ich jedenfalls musste drüber schmunzeln. Nach 90 Minuten, Schluss, Ende, Aus. 0:1 verloren. Sehr unglücklich. Abhaken, nach vorne schauen und Ghana schlagen. Das packen wir. Ich tippe auf ein 2:0.
Abends folgt noch ein Highlight im „Bavarium“. Wir sind alle eingeladen zum Sportlertreffen „SCW 100“. Alle ehemaligen und aktiven Sportler, Trainer und Vereinsvertreter des Ski-Clubs Willingen haben sich da in einer gemütlichen Runde zum Auftakt des Jubiläumswochendes getroffen. Der SCW feiert seinen 100. Geburtstag. Und das tut man ja nicht alle Tage. Es war zünftig-rustikal, genau die richtige Atmosphäre für so ein Fest unter Sportler. Ich hab’ hier und da mal hingehört. Viele Anekdoten und alte Geschichten wurden da erzählt. Und die Freude war groß beim Wiedersehen der Ehemaligen, die ja mittlerweile im ganzen Land verstreut sind. Ich kann schlecht schätzen, aber 130 Gäste werden das bestimmt gewesen sein. Wenn nicht mehr. Es war richtig schön voll. Ich freue mich auch schon auf den Samstag, denn da beginnt um 19.10 Uhr in Willingen im Sauerland Stern Hotel die große Jubiläums-Gala „100 Jahre Ski-Club“ Willingen. Als ein „Glanzlicht“ bei der WLZ-Aktion werde ich da gemeinsam mit Steffi Müller auch einen kleinen Auftritt haben. Wir waren ja zusammen in der Staffel mal mit Magdalena Neuner Junioren-Weltmeisterinnen. Lang, lang ist’s her. So, nun heißt es nach einer tollen Woche Abschied nehmen. Ich werde das gute Frühstück und die herzliche Gastfreundschaft von Simone und Thomas Behle vermissen. Immer ein Lächeln für uns im Gesicht, das macht Spaß. Ich bedanke mich nochmals im Namen der ganzen Truppe bei unseren Gastgebern. Es war richtig toll. Und auch sonst gilt unser Dank allen, die an der erfolgreichen Woche mitgewirkt haben. Der Ski-Club hat sich einiges einfallen lassen, Jochen Behle hat für uns gegrillt, das Abendessen in Göbel’s Landhotel, der Kart-Spaß im Kart- und Bowlingcenter, Beachvolleyball und, und, und… Dankeschön!
Ich hoffe, mein Tagebuch hat Euch gefallen. Vielleicht konnte ich etwas dazu beitragen, dass alle Biathlon-Fans informiert sind, was wir hier so gemacht haben. Aber wie heißt es so trefflich: Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören. Das will ich zwar gar nicht, muss aber sein. Denn die Sporttasche ist gepackt. Abflug. Es geht heim nach Stormbruch. Und heute Abend wieder nach Willingen. „100 Jahre Ski-Club Willingen“ – ich bin stolz und froh, ein Mitglied dieses Vereins zu sein! Herzliche Grüße, ein schönes Wochenende und eine gute Zeit Eure Caro
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Der letzte Tag bricht an. Da kommt schon etwas Wehmut auf, denn allen hat das Trainingslager in Willingen prima gefallen. Vor dem Vergnügen kommt die Arbeit. Zwei Stunden Komplextraining in der EWF-Biathlon-Arena eröffnen den Tag. Eine Stunde Skating mit Schießen unter Wettkampfbelastungen, eine Stunde klassisches Rollern. Danach joggen wir zurück zur „Bergkrone“. Eine weitere halbe Stunde brauchen wir für diese Strecke.
Wir haben uns die Stimmung trotz der deutschen WM-Pleite nicht vermiesen lassen. Alle haben sich auf die Revanche beim Beachvolleyball am „Diemelstrand“ in Usseln gefreut. Nudeln und Kuchen war die richtige Mischung für unser Team. Trotz Unterzahl (5 gegen 6) haben wir sie vom Feld gefegt. 4:1 Sätze für uns, eine klare Sache.
Der Lehrgang hat dafür gesorgt, dass alle vom 17. bis 19. September gerne nach Willingen zurückkommen. In der EWF-Biathlon-Arena werden wir um die deutschen Meistertitel kämpfen. Und ich weiß jetzt schon, dass da eine Super-Stimmung herrschen wird. Willingen und der SCW werden wieder alles tun, damit wir Sportler uns wohl fühlen. Und das Wichtigste ist: man spürt, dass diese Gastfreundschaft von ganzem Herzen kommt. Das tut auch uns Leistungssportlern gut, die ja manchmal besonders sensibel sind und Streicheleinheiten brauchen.














