| Club-News 07.07.2012 |
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Jochen Behle:“ Wir haben nicht viel Zeit“ Wo ist Behle? Wieder zuhause in Schwalefeld. Und seit 1. Juli hat der frühere Bundes-Behle einen neuen Job. Jochen Behle wurde in Winterberg einen Tag vor seinem 52. Geburtstag im Rahmen einer Pressekonferenz vom Westdeutschen und Hessischen Skiverband als Sportdirektor des länderübergreifenden Bundesstützpunktes Willingen/Winterberg vorgestellt. Seine Aufgaben umschrieb der frühere Skilanglauf-Klassiker selbst wie folgt: "Ich bin für die Dienstaufsicht über die gesamten Trainer hinweg in allen nordischen Disziplinen verantwortlich, mit allen Strukturen, die dazu gehören." Der Job ist nicht leicht. Es geht in erster Linie darum, in den kommenden zwei Jahren junge Sportler im D- und C-Kaderbereich des Deutschen Skiverbandes unterzubringen. Bis 2014 hat der Stützpunkt sein Zertifikat, danach kommt er wieder neu auf den Prüfstand. Behle ist bereits vor seinem offiziellen Dienstantritt aktiv geworden. "Wir haben nicht viel Zeit.“ Thomas Grellmann als Stützpunktleiter übernahm den Job von Hartmut Döpp, dem ehemaligen Bundestrainer in der Nordischen Kombination, der in Ruhestand ging, als Leiter der Außenstelle des Olympiastützpunktes Dortmund, zudem auch die Schlittensportler aus Winterberg gehören.
Behle will den Leistungsgedanken wieder in den Vordergrund stellen. Leistungssport sei hart, erfordere Disziplin und Fleiß.“ Da braucht man einen langen Atem“, sagt der Mann, der aus eigener Anschauung weiß, wovon er spricht. Schließlich war er selbst über drei Jahrzehnte Leistungssportler und Trainer, hat auf Ski mehrfach die Welt umrundet und aus dem Koffer gelebt. Als Coach will er nicht mehr arbeiten. Sein Wissen aber auf andere Art und Weise weitergeben. Die Präsidenten der beiden Landesverbände Matthias Birkenholz (WSV) und Werner Weigelt (HSV) sind froh, weil "Jochen ist ein Aushängeschild für uns, eine hochkarätigere Person hätten wir für diesen Job nicht finden können", und "er hat mehr Handwerkszeug, als wir jemals kriegen können.“ Es rührt sich etwas im Sauerland. Russisches Angebot abgelehnt Jochen Behle bestätigte an der St.Georgs-Schanze bei seiner Vorstellung, dass er auch lukrative Angebote aus dem Ausland hatte, aber an Ende endlich einmal Zuhause und nicht nur Gast Zuhause sein wolle. Der Russische Skiverband hätte ihn gerne als Berater angeworben, um die Weichen für seine Langläufer in Richtung Sotschi zu stellen. „Ich bin kein einfacher Typ“, verriet der Schwalefelder, der von sich und seinen Schützlingen totalen Einsatz fordert und Talente nicht zu früh hochjubeln will, bevor sie was geleistet haben. Auch schließt er für den Erfolg nicht aus, sie auch an einen anderen Stützpunkt weiterzuleiten. |




Zum bewährten Trainerstab mit Namen wie Heinz Koch, Günter Abel oder Marc Nölke kam Torald Rein als Landestrainer im Langlauf hinzu. Jochen Behle dazu: „Torald hat die erfolgreichste Zeit des HSV als Trainer begleitet. Und auch für das Internat in Willingen hat er neue Sportler gefunden. Die Eliteschulen werden integriert. Wir müssen den richtigen Dreh finden. Die Jugend früh fördern und entwickeln. Wir haben derzeit nur acht Kaderplätze, vor Jahren waren es mal 20 - und da wollen wir wieder hin."












