| Manfred Stede - "In memoriam" |
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Ski-Club trauert um Manfred Stede Der Ski-Club Willingen trauert um sein Ehrenmitglied Manfred Stede, der am vergangenen Freitag im Alter von 69 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstarb. 55 Jahre war Manfred Stede Mitglied im Ski-Club Willingen und hat diesen Verein mit vielen Ideen, seiner Arbeit und mit seiner einmaligen, positiven Art, mit Menschen umzugehen, geprägt. Von 1978 bis 1990 war er Schanzenchef der Mühlenkopfschanze und übernahm anschließend das Amt des Schriftführers im geschäftsführenden Vorstand. Hier war er einer der Wegbereiter der Weltcup Skispringen, die seit 1995 in Willingen durchgeführt werden. Vor vier Jahren gab er seinen Posten ab und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Sein Wissen gab er anschließend bei den Führungen an der Mühlenkopfschanze an Besucher und Gäste weiter. Kaum einer kannte sich so gut aus wie er und konnte den Skisprungfans Wissenswertes und interessante Anekdoten erzählen. Großes Ansehen hatte Manfred Stede international unter seinen Weggefährten des Skisports. Sein Wissen über die internationale Wettkampfordnung hatte Einfluss auf einige Neuregelungen und Entscheidungen. So hatte sein Hinweis bei einem Sommer-Wettkampf in Oberhof auch Gewicht bei der Einführung der „Lucky-Looser“-Regelung, die im Sommer-Grand-Prix zunächst getestet wurde und seitdem bei der Vierschanzentournee dafür sorgt, dass neben den 25 direkt qualifizierten Skispringern im ersten Durchgang, die fünf besten Verlierer in das Feld des zweiten Durchgangs kamen. Manfred Stede war auch unter den vielen Funktionären der Weltcup-Veranstaltungsorte sehr bekannt und beliebt. Alle schätzten sein umfangreiches Wissen. Als „wandelndes Lexikon des Skisports“ war seine Meinung immer gefragt und er freute sich bei vielen Veranstaltungen auf das Wiedersehen mit vielen Freunden und Bekannten, die er in den 35 Jahren Vorstandsarbeit im Ski-Club kennengelernt hat. Ein Großteil seiner Aufzeichnungen waren Grundlage für die Festschriften zu den Jubiläen des heute über 1.000 Mitglieder zählenden Vereins, zuletzt bei der 100-Jahr-Feier. Groß war auch die Freude, als seine Tochter Martina (Göbel) vor genau 25 Jahren die erste deutsche Biathlonmeisterin wurde und zwei Weltcup-Rennen und Medaillen bei den Junioren-Weltmeisterschaften gewann. Heute ist Martina Göbel, ebenfalls Ehrenmitglied des Ski-Clubs, in der Nachfolge ihrer Mutter für die Verpflegung der Medienvertreter im Pressebereich und des Fahrdienstes im Besucherzentrum verantwortlich. Mit seinem Sohn Ralf, der ebenfalls als Langläufer aktiv war, teilte er sich zuletzt die Jagdaufsicht, was seiner Liebe zur Natur entgegenkam. Sein ganzer Stolz waren die Enkelkinder, um die er sich jeden Mittag rührend kümmerte. 2010 verstarb seine Ehefrau Karin. Beide gehörten zu den Aktivposten im Verein und hatten sich um den Ski-Club verdient gemacht. Nicht nur im Ski-Club Willingen war Manfred Stede aktiv. In vielen weiteren Upländer Vereinen war er Mitglied und durch seine ruhige und bescheidene Art überall gern gesehen und beliebt. Der Ski-Club Willingen wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Manfred Stede wird am kommenden Donnerstag um 14 Uhr auf dem Willinger Friedhof zu Grabe getragen. |

















