Was macht Jochen Behle? Der Langlauf-Klassiker („Wo ist Behle?“) aus Schwalefeld kehrt zurück an die Wurzeln. Am 6. Juli , einen Tag vor seinem 52. Geburtstag, stellen der Westdeutsche und der Hessische Skiverband den Ex-Bundestrainer in Winterberg im Rahmen einer Pressekonferenz als sportlichen Leiter oder auch Sportdirektor Koordinator im länderübergreifenden Stützpunkt Willingen/Winterberg vor. Dann wird der deutsche Rekordmeister auch sein Konzept vorstellen. Der Upländer, der als Bundes-Behle in den letzten zehn Jahren für Medaillen im Skilanglauf am laufenden Band gesorgt hatte, war nach seiner aktiven Karriere mit sechs Olympiateilnehmen zunächst als Trainer beim Hessischen Skiverband eingestiegen. Danach führte er nacheinander Rene Sommerfeldt, Axel Teichmann (auch Weltmeister) und gleich zweimal Tobias Angerer zum Weltcup-Gesamtsieg sowie und Evi Sachenbacher und Claudia Nystad sowie die Damen-Staffel zu Olympiasiegen. Jetzt soll er in Zusammenarbeit mit dem Skiinternat, den Eliteschulen in allen Disziplinen vom Skispringen, Biathlon, Langlauf und der Nordischen Kombination für neue Reize sorgen und die Nachwuchsarbeit ankurbeln. Das geschieht in Abstimmung mit dem Deutschen Skiverband und dessen Sportdirektor Thomas Pfüller in Zusammenarbeit mit dem Bundesstützpunktleiter Thomas Grellmann sowie dem Trainerstab beider Skiverbände, in den gerade erst Torald Rein wieder als Langlaufcoach in Hessen integriert worden ist. Grellmann übernimmt gleichzeitig von dem in den Ruhestand verabschiedeten Hartmut Döpp, dem früheren Erfolgstrainer der Nordischen Kombinierer, die Leitung der Außenstelle des Olympiastützpunktes Dortmund, zudem auch die Rodler gehören. Von Behle und dessen Kontakten versprechen sich die Verantwortlichen eine Vorbildfunktion für den Nachwuchs sowie neben neuen Ideen auch neue Kontakte zur Industrie und den Sponsoren. Ziel bleibt es, in Sotschi 2014 und in Pyoengchang 2018 wieder heimische Olympiateilnehmer zu stellen. Behle hatte nach seinem überraschenden Rücktritt angekündigt nicht ehr als Trainer arbeiten zu wollen und war nach Auslandsangeboten schon vor Jahren (u.a. aus Norwegen) jetzt auch schon als Koordinator in Russland oder der Schweiz im Gespräch. Dass er sich jetzt in seiner Heimat zur Verfügung stellt und sein Können und Wissen einbringt, findet überall nur Zustimmung und Begeisterung.
Zweiländercup und Springertournee
Die Grundlage für Topergebnisse im Winter werden bereits im Sommer gelegt. In Winterberg finden am Sonntag der Biathlon-Zweiländercup WSV/HSV ab 9.30 Uhr am Postteich mit dem Skirollerlauf statt. Weiter geht es mit dem WSV Skittycup auf dem Parkplatz der Grundschule. Hier ist Geschicklichkeit auf Inlineskates gefragt. Die selbe Disziplin fahren dann die jungen Biathleten ebenfalls auf diesem Parcours. Um 12:15 Uhr startet dann Am Postteich der WSV Inline Cup mit dem Slalom. Hier liefern sich die Alpinen aus dem Verbandsgebiet spannende Wettkämpfe im Stangenwald. Wer gern Fußball schaut , kann das ebenfalls ab 12 Uhr tun: Fünf Altherren Mannschaften spielen auf dem Sportplatz ein Turnier. Der Tag geht in der Sportlerklause des VfR mit dem EM- Fußball-Finale auf der Leinwand zu Ende. Am 7. Juli steht dann in Winterberg die dritte Station der 30. Nordwestdeutschen Mattenskisprung-Tournee ab 11 Uhr Am Herrloh und ab 14 Uhr auf der St. Georg-Schanze auf dem Programm. Die Führenden in der Gesamtwertung, darunter auch drei Willinger, werden an das Mitbringen der Leader-Trikots erinnert.