| Weltcup-Splitter 17.03.2010 |
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Sechs ÖSV-Adler nach Planica Das österreichische Team für die Skiflug-WM in Planica steht. Die Pointner-Truppe reist mit sechs Athleten nach Slowenien. Thomas Morgenstern, Martin Koch, Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler und David Zauner machen sich vier Startplätze untereinander aus. Gregor Schlierenzauer ist als Titelverteidiger fix dabei. Die Entscheidung fällt nach der Quali am Donnerstag. Koch und Morgenstern werden aber ziemlich sicher an den Start gehen. Rücktritt für Küttel kein Thema
Andreas Küttel zieht aus seinem Formtief die erwartete Konsequenz und verzichtet auf die Teilnahme an der Skiflug-WM . Simon Ammann wird die Schweizer Farben auf der grössten Schanze der Welt als Solist (und Mitfavorit) vertreten. "In der Verfassung der letzten Wochen bringt es nichts, auf einer Flugschanze zu springen", sagte Trainer Martin Künzle zum Forfait des Weltmeisters von der Grossschanze. Zuletzt verpasste Andreas Küttel in Oslo die Qualifikation für den Wettkampf, nachdem er in Lillehammer Drittletzter geworden war.Aufkeimenden Spekulationen, Küttel könnte seine Karriere aus Frustration über den missglückten Winter ein Jahr früher als geplant beenden, erteilte Martin Künzle eine klare Absage. "Das ist überhaupt kein Thema." Planica ist bestens gerüstet
Die Organisatoren in Planica warten mit einigen Neuheiten auf Die Flugschanze erstrahlt in neuem Glanz. Der Lift wurde so adaptiert, dass die Springer direkt zum Start gebracht werden, und der Aufsprung wurde verbreitert. "Planica ist so gut vorbereitet wie eigentlich noch nie", sagte Janez Gorisek, Planer der 1968 erbauten Schanze, bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt. "Die Schneelage ist optimal", man habe sogar "zu viel produziert", so dass gewisse Mengen von der Schanze entfernt werden mussten. "Wir haben alles getan, dass eine gute und sichere WM durchgeführt werden kann." Ein Weltrekord wäre "ein Wunder", sei aber möglich, so Gorisek. Den aktuellen Weltrekord hatte der Norweger Björn Einar Romören mit 239 m im Jahr 2005 in Planica fixiert, in den vergangenen beiden Jahren spekulierten die Veranstalter mit Weiten bis zu 245 m, die aber nicht erreicht wurden. Im nur wenige Kilometer hinter der österreichischen Grenze gelegenen Planica werden am WM-Wochenende wieder zahlreiche Fans aus dem nördlichen Nachbarland erwartet. Denn Österreich stellt sowohl im Einzel mit Gregor Schlierenzauer als auch im Mannschaftsbewerb die Titelverteidiger. Zudem stehen mit Vizeweltmeister Martin Koch und Mannschaftsolympiasieger Thomas Morgenstern zwei Springer aus dem nahen Kärnten im rot-weiß-roten Aufgebot. Viele Favoriten beim Fliegen
Top-Favoriten sind für den Teamwettkampf am Sonntag die Österreicher und die Norweger, die sich in den vergangenen Jahren auf Flugschanzen heiße Duelle lieferten. Außenseiterchancen haben Finnland, Slowenien und Deutschland. Im Einzel, das am Freitag mit zwei Sprüngen beginnt und am Samstag mit zwei weiteren Flügen endet, haben mehrere Springer Chancen. Adam Malysz, Gregor Schlierenzauer, Simon Ammann und natürlich Lokalmatador Robert Kranjec werden um Gold kämpfen. Auch den kleinen tschechischen Flugkünstler Antonin Hajek und den geborenen Flieger Martin Koch haben die Experten auf der Rechnung. Wenn Harri Olli in guter Form ist, ist er ebenso ein Siegkandidat wie Skiflug-Weltrekordler Bjoern-Einar Romoeren oder dessen norwegische Landsleute Anders Jacobsen und Johan Remen Evensen. Schlierenzauer ist der Titelträger, er gewann vor zwei Jahren in Oberstdorf. "Skifliegen ist ganz anders"
«Skifliegen ist etwas ganz anderes als Springen und Skifliegen in Planica nicht mit Fliegen auf irgendeiner anderen Flugschanze vergleichbar. Alles, was war, zählt in Planica nicht mehr. Da beginnt alles von vorn», betont Michael Neumayer. Mit 227,5 Metern ist er nach eigener Aussage «Rekordhalter des SC Berchtesgaden, von Oberbayern, Bayern und Deutschland». Und mit diesem Selbstbewusstsein will er auch auf dem weltweit größten Bakken in Slowenien noch einmal angreifen. «Skifliegen liegt mir, das habe ich ja zuletzt bei der Team-Tour in Oberstdorf gezeigt. Ich weiß, dass ich es drauf habe, ich muss meine Leistung eben nur abrufen», bemerkt der Bayer. Gleichzeitig erklärt er aber auch, wie schwer Skifliegen ist. «Man muss jeden Flug konzentriert und technisch sauber von oben bis unten durchziehen. Wenn einem das gelingt und man eine gute Form hat, kann es 230 Meter und weiter gehen. Wenn nicht, landet man bei 100 Meter und hat eine lange, gefährliche Abfahrt vor sich.» |

















