| Weltcup-Splitter 11.03.2010 |
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Oslo will Frauen auf der Großschanze springen lassen Ein Plädoyer für das Frauen-Skispringen: Norwegens Hauptstadt Oslo möchte bei der Nordischen Ski-WM 2011 am Holmenkollen, dass auch Skispringerinnen auf der neuen Großschanze um den Titel springen dürfen. Oberbürgermeister Fabian Stang erklärte in der Zeitung «Aftenposten» zum bisherigen Programm des Weltskiverbandes FIS ohne Frauenwettbewerb auf der Großschanze: «Das ist eine doch klare Diskriminierung. In Oslo müssen alle gleich behandelt werden, ohne Rücksicht auf Geschlecht, Religion oder Hautfarbe.» 2009 feierten die Skispringerinnen bei der nordischen WM in Liberec ihre Premiere auf der Normalschanze. Die legendäre Skischanze im Mekka des Nordischen Skisports am Holmenkollen gehört der Stadt Oslo und wurde für die WM 2011 abgerissen sowie komplett neu wieder gebaut. Der Kommunalpolitiker dürfte bei seiner Forderung eine Internet- Abstimmung über den ersten Sprung auf der vergangenen Woche wiedereröffneten Schanze im Hinterkopf gehabt haben: Dabei gewann Norwegens beste Skispringerin Anette Sagen haushoch vor allen männlichen Springern. Als dann jedoch Björn-Einar Romören der erfolgreichen Amazone mit einem inoffiziellen Sprung zuvorgekommen war, hatten Frauenrechtlerinnen protestiert und war es zu einem Eklat im Land der Wikinger gekommen. Romören wurde von Trainer Mika Kojonkoski nicht bei den folgenden Weltcup-Skispringen eingesetzt. Norwegens Skiverbands-Präsident Sverre Seeberg gab der Forderung des Bürgermeisters wenig Chancen: «Wichtiger ist für uns, dass wir den Frauen-Skisprung mit ins Olympische Programm 2014 in Sotschi bekommen.» Die weltbesten Skispringerinnen mit den Willingerinnen Jenna Mohr udn Anna Häfele waren zuletzt gescheitert, über das höchste Gericht in Kanada doch noch in das Olympia-Programm in Vancouver aufgenommen zu werden. Auch in diesem Prozeß ging es um die Gleichberechtigung. |


















