Simon Ammann liegt in überragender Form völlig auf Kurs, um neben dem Gesamtweltcup und der Nordic-Tournament-Gesamtwertung auch mit einem Auge auf die Titel des Skiflugweltmeisters zu schielen, der vom 19. bis 21. März im slowenischen Planica vergeben wird. Doch kampflos geschlagen wird sich der amtierende Skiflugweltmeister Schlierenzauer nicht geben: "Mein Ziel ist es jetzt, für die Skiflug-WM in Planica wieder in eine Topform zu kommen", so der 20-Jährige.
Schweizer Sporthilfe profitiert
Swiss Olympic hat mit einer Auktion im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Vancouver einen Erlös von 36 000 Franken erzielt. Besonders beliebt war die Kultbrille von Simon Ammann, die alleine 5200 Franken einbrachte. Die Jacke des St. Galler Doppel-Olympiasiegers kam für 3410 und Carlo Jankas Helm für 3510 Franken unter den Hammer. Bei der Versteigerung der Olympia-Teambekleidung von Vancouver wurde mit 36 000 Franken ein Rekordbetrag erreicht, der vollumfänglich der Schweizer Sporthilfe zu Gute kommt.
Innauers Zukunft offen
Toni Innauers Zukunft bleibt offen. "Ich habe versprochen, zumindest für ein Jahr nicht zu einem anderen Verband zu gehen", sagte der 51 Jahre alte Vorarlberger, der ein späteres Comeback beim ÖSV nicht ausschloss. "Es gibt einige Angebote. Ich nehme mir nun die Zeit, in Ruhe zu sondieren." Der studierte Psychologe will seine Vorträge und "Trainertätigkeit" bei Wirtschaftstreibenden ausbauen."Ich bin hier, um zu sagen, mein Leben ändert sich. Erfreulicherweise an einem sportlichen Höhepunkt", meinte der Vorarlberger Innauer, der stolz auf die Skispringer und Nordischen Kombinierer ist, die in Whistler Olympia-Teamgold verteidigt hatten. Innauers Dank galt in erster Linie seiner Frau Marlene, die viel Verständnis aufgebracht habe, und Peter Schröcksnadel, der ihm vor 18 Jahren vor die Herausforderung gestellt hatte. Innauer bedankte sich auch bei Ernst Vettori, dem aktuellen Springer-Chefrainer Alexander Pointner sowie ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner, den er als "eine Schlüsselperson in seiner Karriere" bezeichnete.
Vettori mit neuem Konzept
Innauers Nachfolger als ÖSV-Sportdirektor wird Ernst Vettori, den er als seinen "Lieblingsschüler" bezeichnete. Er wird seine aktuellen Marketingaufgaben innerhalb des ÖSV abgeben. Vettori betonte, dass er in den vergangenen zwanzig Jahren viel von Innauer gelernt habe. "Und am meisten, als wir 2002 in Salt Lake City keine Medaille gemacht haben." Mit neuen Konzepten und einem neuen Strukturmodell will Vettori an seine neue Arbeit herangehen. Bei der Skiflug-WM in Planica ist er erstmals Mannschaftsführer. "Ich will altbewährte Dinge weiterverfolgen, aber auch neue Sachen einführen." Wie lange der Vertrag Vettoris, Olympiasieger von 1992, mit dem ÖSV läuft, ließ Schröcksnadel offen: "Darüber haben wir nicht gesprochen. Zwei, drei Jahre ist ein zu kleiner Horizont. Denn Beständigkeit ist uns ganz wichtig."