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FIS Weltcup Skispringen Kuopio 10.03.2010 PDF Drucken E-Mail

Wieder Ammann – DSV-Adler enttäuschten

Toni Innauer verlässt ÖSV

Ergebnisse Kuopio 09.03.2010 212.02 Kb

Nordic Tournament Standings 193.65 Kb

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Adam Malysz, Simon Ammann, Anders Jacobsen
© www.berkutschi.com

Wieder Ammann – DSV-Adler enttäuschten

Deutschlands Skispringer haben bei der neuerlichen Flug-Show von «Supermann» Simon Ammann ein Debakel erlebt. Beim Weltcup in Kuopio landete Youngster Severin Freund als bester DSV-Springer abgeschlagen auf dem 17. Platz. Michael Neumayer wurde 25., Martin Schmitt 29. Die anderen vier Deutschen schafften nicht einmal den Einzug in das Finale der besten 30.

Ammann setzte sich mit 128 und 126 Metern klar vor dem Polen Adam Malysz durch und baute seinen Vorsprung in der Weltcup-Gesamtwertung vor Gregor Schlierenzauer fast uneinholbar auf 183 Zähler aus. «Ich denke, jetzt ist es passiert», sagte der Vorjahressieger aus Österreich. Am Freitag kann Ammann beim vorletzten Weltcup in Lillehammer den Gewinn der Großen Kristallkugel perfekt machen. «Es läuft derzeit phänomenal und macht einfach Spaß. Es ist schön, diese Top-Form genießen zu können», sagte der viermalige Olympiasieger.

Davon können die deutschen Springer nur träumen. Schmitt musste seine Hoffnungen auf ein Top-Ten-Ergebnis schon im ersten Durchgang mit 111,5 Metern begraben. Im Finale stürzte er bei 101,5 Metern ab und verlor noch einmal zwölf Plätze. Neumayer, der am vergangenen Sonntag als Achter in Lahti noch zu gefallen wusste, sprang mit 108,5 und 110,5 Metern ebenfalls viel zu kurz. Am besten schlug sich noch Freund, der zur Halbzeit mit 118,5 Metern auf Rang acht lag. 106,5 Meter im zweiten Versuch reichten dann aber nicht für eine gute Platzierung.

Gar nicht erst ins Finale schaffte es Michael Uhrmann, der nach 99,5 Metern als 38. ausschied. Noch schlimmer erwischte es seinen olympischen Silber-Kollegen Andreas Wank. Der Oberhofer legte nach erheblichen Problemen in der Luft eine Notlandung bei 90 Metern hin und wurde im Feld der 56 Springer Vorletzter. Aucal Bodmer (41.) und Julian Musiol (49.) mussten vorzeitig ihre Sachen packen.

Toni Innauer verlässt ÖSV

In Österreich pfiffen es die Spatzen von den Dächern, heute wird es auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz auf dem Bergisel in Innsbruck auch offiziell ausgesprochen: Toni Innauer verlässt den Österreichischen Skiverband.Sein Nachfolger steht schon bereit: Ernst Vettori wird Rennsportdirektor für die Kombinierer und die Spezialspringer.

In Innsbruck und Wien wird viel weiter spekuliert. Wohin geht das 'Mastermind', wie manche Medien den 51-Jährigen fast ehrfurchtsvoll nennen? In dem Alpenland, das mehr als nur eine Handvoll guter Trainer nach Deutschland wandern sah, vermuten nicht wenige, dass Innauer sich dem Deutschen Ski-Verband anschließen wird. Er selbst hatte vor einiger Zeit gesagt, dass er sich vorstellen könne, in Deutschland zu arbeiten und dass das ein interessanter Verband sei. Allein: Beim DSV will man davon nichts wissen. Wie der Sportliche Leiter beim DSV, Horst Hüttel, auf Nachfrage zu Berkutschi sagte, habe man in den vergangenen Tagen und Wochen nicht mit Toni Innauer gesprochen. "Weder DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller noch ich", betonte Hüttel. "Innauer ist ein interessanter Mann mit viel Know-How, das ist klar. Aber uns sind auch finanzielle Grenzen gesetzt", sagte Hüttel. Es gebe außerdem keinen vakanten Posten zu besetzen. Das klingt nach einer Absage - zumindest vorerst. In Österreich versuchten die Medien Innauer Richtung Österreichisches Olympisches Comitee (ÖOC) zu vermitteln, doch das dementierte er. Selbst ein Job im EU-Parlament oder ein Wechsel in die Privatwirtschaft wurde lanciert.

Alexander Pointners Schicksal scheint nicht mit dem Schicksal der großen Lichtgestalt Innauer verknüpft. Wie zu lesen ist, wird es Vettoris erste Aufgabe sein, dem ÖSV-Headcoach einen neuen Vertrag vorzulegen.

 
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