| Gelungener Start ins Jubiläumsjahr |
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Es war ein guter Start ins Jubiläumsjahr. „Eine gelungene Veranstaltung“ ließ Jürgen Hensel, Präsident des 100 Jahre jungen SC Willingen, den 14. Weltcup Revue passieren. Stolz machte ihn die wieder perfekte Arbeit der vielen Freiwilligen. „Das ist ein Phänomen“, lobte er die rund 1000 „Free Willis“, „alle Abteilungen haben einen super Job gemacht“. Gern hätte der Weltcup-Chef mehr Zuschauer begrüßt, „denn die Arbeit in der Vorbereitung bleibt die gleiche“. Nach 36000 im Vorjahr waren es diesmal nur insgesamt 30000 Besucher. „Natürlich wäre es schöner, wenn an jedem Tag 20000 kämen.“ Die mittelmäßigen Leistungen der deutschen Springer im Vorfeld, die dann auf der Mühlenkopfschanze mit Platz drei von Michael Neumayer und dem Sieg im Team-Springen überzeugten, sieht Hensel als einen von mehreren Faktoren für die nachlassende Resonanz. „Wenn wir wieder einen Hero hätten, wäre es sicherlich einfacher“. Er denkt dabei auch an Lokalmatador Stephan Leyhe, jüngst Vizeweltmeister mit der Juniorenmannschaft. Für die nahe Zukunft gilt es den Willinger Weltcup weiter zu entwickeln. „Die Infrastruktur ist nicht mehr auf den neuesten Stand“, beschreibt Hensel die anstehenden Investitionen. Rund zwei Millionen Euro sind veranschlagt für einen neuen Kampfrichterturm und fest installiertes Flutlicht bis hin zu neuen Wachshütten. „Am liebsten noch in diesem Jahr“, hofft der SCW-Präsident auf die entsprechenden Bewilligungsbescheide. 125000 Euro kostete der Einsatz der mobilen Beleuchtung für das „Nachtspringen“ am Samstag. „Je schneller wir die sparen, um so besser“, so Hensel. Weil die Mühlenkopfschanze durch die Umbauten der letzten Jahre immer größer geworden ist, steht der Kampfrichterturm längst nicht mehr am richtigen Platz. Damit die Jury die Sprünge wieder perfekt einsehen kann, muss das neue Gebäude – so die Forderung des internationalen Skiverbands FIS – weiter unten und etwas zurück entstehen. Bewährt haben sich die neuen Windregeln. Zum einen sorgen sie für sportlich faire Wettkämpfe, zum anderen scheinen sich die Zuschauer rasch damit anzufreunden, wurden extra größere Videowände aufgestellt, um die schwierigere Punktvergabe besser rüber zu bringen. „Und für uns Veranstalter gibt es nichts besseres“, erklärte Hensel. Weil dadurch gesichert ist, dass ein Springen in knapp zwei Stunden über die Bühne ist. „Ähnlich wie bei einem Fußballspiel, damit wird es nicht uninteressant oder langweilig“. Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup, der für den 28. bis 30. Januar 2011 eingeplant ist. Doch vorher steigt das nächste Großereignis, die deutschen Biathlon-Meisterschaften. Magdalena Neuner, Kati Wilhelm, Michael Greis und Co. streiten vom 17. bis 19. September um die Titel in Sprint, Verfolgung und Staffel. Der Vorverkauf startet schon am 30. März. „Es wird nicht lange dauern, dann sind die Karten für die 950 Sitz- und die 4000 Stehplätze im Stadion aus verkauft“, rechnet Hensel mit einem Run auf die Tickets. Doch zunächst dankte der SCW-Präsident auf der traditionellen Helferfete allen Beteiligten zu ihrem Erfolg. Den würdigte auch der Deutsche Skiverband, der sich ebenso für die erneut vorbildliche Ausrichtung bedankte wie FIS-Renndirektor Walter Hofer. Reichlich Emails und Glückwunschtelegramme kamen hinzu. „Das freut uns“, sagte Hensel stellvertretend für alle Helfer. Es ist die richtige Motivation für die Organisation des 15. Weltcups im nächsten Jahr. WLZ/Manfred Niemeier |

















