| Weltcup-Splitter 06.02.2010 |
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Michael Neumayer sprang vor 16.025 Zuschauern auf das Podest, Michael Uhrmann und Martin Schmitt in die Top Ten: Die deutschen Skispringer um den überragenden Berchtesgadener Neumayer haben beim Weltcup auf der Mühlenkopfschanze in Willingen mit starken Leistungen Hoffnungen auf eine Olympia-Medaille geweckt. Sechs Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Vancouver sorgten Neumayer (264,5 Punkte) als Dritter, Michael Uhrmann als Zehnter (Rastbüchel/250,5) und Martin Schmitt als Elfter (Furtwangen/246,2) mit ihren konstant guten Sprüngen für großen Jubel bei der Skisprung-Party im Sauerland. Sieger beim Einzelspringen des Finales der TelDaFax FIS-Team-Tour wurde erwartungsgemäß der Österreicher Gregor Schlierenzauer nach Sprüngen von 142,5 und 137,5 m (273,7) vor dem Norweger Anders Jacobsen (269) und Neumayer. Im Weltcup machte "Schlieri" Boden auf den fehlenden Schweizer Simon Ammann gut. Hinter den Routiniers blieben die weiteren Olympiastarter Pascal Bodmer (Meßstetten/220,2) und Andreas Wank (Oberhof/218) auf den Rängen 21 und 24 ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Severin Freund (Rastbüchl/221) schaffte es als 19. noch unter die besten 20. Talent Tobias Bogner (Berchtesgaden) verpasste dagegen mit 128,5 m als einziger qualifizierter Deutscher den zweiten Durchgang. Die mit 100.00 Euro dotierte Team-Tour wird am Sonntag mit dem Teamspringen in Willingen abgeschlossen. Das deutsche Team zog in der Gesamtwertung an den Finnen vorbei auf Platz drei. Österreich führt weiter vor Norwegen - DSV jetzt auf Platz drei Österreich führt vor dem abschließenden Team-Wettbewerb am Sonntag in Willingen die Gesamtwertung der TelDaFax FIS -Team- Tour mit 3374,2 Punkten vor Titelverteidiger Norwegen (3338,8) und Deutschland (3120,3) an. Norwegen wird dabei in stärkster Besetzung antreten, Österreich verzichtet auf seine Olympia-Teilnehmer und gibt den erfolgreichen Junioren den Vorzug. Bundestrainer Werner Schuster nominierte Michael Neumayer, Pascal Bodmer, Martin Schmitt und Michael Uhrmann für das Finale. "Wir wollen aufs Treppchen und vielleicht sogar ein Wörtchen um den Sieg mitreden", kündigte er an. Auch für Olympia rechnet sich der Österreicher eine Medaillenchance im Teamwettbewerb aus. Ammann weiter vor Schlierenzauer Gregor Schlierenzauer liegt nach seinem Sieg in Willingen im Gesamt-Weltcup mit nunmehr 1192 Punkten weiterhin auf Platz zwei, hat aber den Rückstand auf den in Willingen fehlenden Schweizer Simon Ammann (1249) verkürzen können. Dritter ist mit Thomas Morgenstern (749) ein weiterer Österreicher. Bester Deutscher ist jetzt Michael Uhrmann (371) auf Platz zwölf vor Pascal Bodmer (336). Michael Neumayer "Man of the day" Michael Neumayer war am Samstag in Willingen gleich in doppelter Hinsicht "Man of the day". Der dritte Platz war der zweite Podestplatz seiner Karriere, außerdem kassierte er als bester nicht Vorplatzierter Springer die von einem Sponsor ausgesetzte Prämie "Man of the day". Stimmen: Gregor Schlierenzauer (Österreich): "Ich hatte Probleme mit der Bindung. Gott sei Dank war ein Handwerkskasten zur Stelle und man hat mir bei der Reparatur helfen können. Es war eine große Herausforderung für mich, die Konzentration zu behalten. Der Wettkampf war eine tolle Motivation. Ich fliege jetzt nach Hause, regeneriere morgen noch einmal daheim und fliege dann am Montag nach Vancouver. Im Gesamt-Weltcup wird sich noch einiges tun und durchmischen nach den Olympischen Spielen." Anders Jacobsen (Norwegen): "Der zweite Platz macht mich wenige Tage vor Vancouver sehr glücklich. Ich liebe große Schanzen und fühle mich hier in Willingen immer sehr wohl. Auch unsere Mannschaft liebt die stimmungsvolle Atmosphäre hier. Wir werden morgen noch einmal alles versuchen im abschließenden Mannschaftswettbewerb. Die Österreicher sind sehr stark und haben rund 25 Punkte Vorsprung. Doch wir werden alles versuchen, um den Gesamtsieg der FIS Team Tour wieder zu schaffen. Montag fliegen wir nach Kanada." Michael Neumayer (Deutschland): "Es war ein sehr, sehr schöner Tag für mich und mein zweites Podium. Es war eine Riesengaudi hier zu springen. Die Form kommt rechtzeitig vor Olympia. Die Team-Tour ist für uns sehr wichtig mit den drei Stationen in Deutschland. Nach Oberstdorf und Klingenthal ist Willingen die Krönung. Wir springen morgen in stärkster Besetzung. Nachdem wir zu Saisonbeginn in Kuusamo Zweiter waren, in Oberstdorf eine gute Leistung mit einem Rumpfteam als Vierter gezeigt haben, wollen wir hier in Willingen aufs Podium und die gute Stimmung mit zu den Olympischen Spielen nehmen." Bundestrainer Werner Schuster: "Theorie und Praxis sind endlich eins. Bisher sind wir gemeinsam marschiert, hier und heute ist mit Michael Neumayer einer vorweg marschiert. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir die Team-Tour von Anfang bis zum Ende bestreiten weden, um aus dem Wettkampf heraus Olympia zu bestreiten. Andere Nationen wie die Japaner gehen einen anderen Weg. Aber bei uns stellen sich Form und Ergebnisse rechtzeitig ein, auch bei Martin Schmitt ist Theorie und Praxis eins." |



Ergebnisliste_Willingen_06.02.2010.pdf













