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Club-News 30.11.2011 PDF Drucken E-Mail

Gemeinsames Schneetrainingslager von HSV und WSV in Sjusjoen

Optimale Saisonvorbereitung auf die bevor stehenden Wettkämpfe des Winters

Winkler diesmal vor Leyhe

Sechs Skispringerinnen für Lillehammer

Ergebnisliste_Rovaniemi_29.11.2011.pdf


Lehrgang_NOR2011
Markus Groß & Nicole Saure
© www.sc-willingen.de

Gemeinsames Schneetrainingslager von HSV und WSV in Sjusjoen

Optimale Saisonvorbereitung auf die bevor stehenden Wettkämpfe des Winters

Im gemeinsamen Trainingslager des Hessischen Skiverbandes (HSV) und des Westdeutschen Skiverbandes (WSV) in Sjusjoen/Norwegen ist die für den Ski-Club Willingen startende Jugend 17- Langläuferin Nicole Saure mit von der Partie. Für die ehrgeizige junge Sportlerin aus dem Upland dient das Training auf Schnee der optimalen Vorbereitung auf den ersten großen Wettkampf der Saison. Am 17. Dezember findet der Deutschland-Pokal im sächsischen Oberwiesenthal statt. Das Ziel von Nicole Saure ist ein Top 15-Platz unter den besten Nachwuchsläuferinnen Deutschlands. „Wir trainieren in diesem Trainingslager täglich zweimal, dazwischen machen wir die Schulaufgaben, so dass keine Langeweile aufkommt“, erzählt die Willingerin.

SaureNicole11Das Training in Norwegen unter Leitung des hessischen Landesverbandstrainer Markus Groß läuft auf Hochtouren, auch wenn – anders als in den letzten Jahren - nur eine 3,5 Kilometer lange Kunstschneerunde zur Verfügung steht. Der eisige Winter und der Naturschnee von „Frau Holle“ lassen nicht nur in den hessischen und nordrheinwestfälischen Wintersportregionen, sondern selbst im hohen Norden Skandinaviens auf sich warten. Bei Temperaturen bis zu acht Grad Plus auf der Quecksilbersäule mit Regen, Sturm, Nebel und Sonne in ständigem Wechsel zeigt sich der Wettergott von seiner launischen Seite. Hin und wieder gibt es ganz leichten Schneefall, wenn die Temperatur für einige Stunden kurz unter den Gefrierpunkt fällt.

Training, Unterkunft und Verpflegung für die jungen Leistungssportler sind ganz hervorragend. Auch die Sportler, die Nicole Saure beim täglichen Training trifft, sind keine Unbekannten. So trainieren Ausnahme-Biathlet Ole-Einar Bjoerndalen und die besten Skijäger Norwegens zurzeit im nordischen Wintersportparadies. Aus dem Langlaufbereich waren von den Weltklasse-Athleten die norwegische „Wunderläuferin“ Marit Björgen und der Schweizer Dario Cologna vor Ort. Auch Mitglieder der Deutschen Skilanglauf-Nationalmannschaft vom Schwalefelder Bundestrainer Jochen Behle wie Daniel Heun vom hessischen Verein SKG Gersfeld bereiten sich in Sjusjoen auf den Weltcupstart im Sprint an den Rheinufern in Düsseldorf vor, wo es am kommenden Wochenende wieder für zwei Tage rund geht. Auch für Nicole Saure ist das natürlich eine tolle Motivation, Auge in Auge mit solch erfolgreichen Sportlern trainieren zu können. „Bei den Spitzenathleten kann man sich schon so einiges abschauen“, verrät die Schülerin der Uplandschule. Aber auch ein bisschen Heimweh ist dabei, denn das Skilanglauftalent freut sich auch schon wieder auf die Trainingseinheiten auf der Willinger Hochheide, wo hoffentlich bald Schnee liegen wird.

Ebenfalls in Norwegen beim Training weilen mit Nils Weirich und Bastian Goss (beide TGV Schotten) zwei weitere Kaderathleten des HSV. Nils Weirich sieht das Trainingslager als „hervorragende Möglichkeit an, neben der wichtigen Kondition durch Tipps der Trainer die Technik zu verbessern.“ Bastian Goss ist neben dem harten Training besonders „von der Olympiastadt Lillehammer begeistert“, wo die Truppe am bislang einzigen Ruhetag zu einem interessanten Ausflug hinfuhr. In der zweiten Woche des Übungsprogramms stehen für die Aktiven neben weiteren Trainingsmaßnahmen in klassischer und freier Technik noch zwei Wettkämpfe im Sprint und einem Distanzrennen auf dem Programm, bevor die weite Reise in die Heimat nach vielen unterschiedlichen Eindrücken wieder in Angriff genommen wird.

Winkler diesmal vor Leyhe

Der Winterberger David Winkler (229,0/90+92) landete diesmal auf Platz 13 als bester deutscher Skispringer beim zweiten Continentalcup in Rovaniemi am Polarkreis vor dem Willinger Stephan Leyhe (220,5/88,5+88), nachdem dieser noch am Vortag auf Platz 18 und damit sechs Plätze vor dem ebenfalls aus dem Stützpunkt Willingen/Winterberg unter Trainer Heinz Koch hervorgegangenen Sauerländer in den Winter gestartet war. Winkler hatte schon im Sommer mit einigen guten Resultaten auf sich aufmerksam gemacht, Leyhe sich nach seinem Abitur und Umzug nach Hinterzarten gleich auf den Winter vorbereitet. Mit seinem Einstand kann er durchaus zufrieden sein. Beim Doppelsieg der beiden Norweger Vegard-Hankoe Sklett (255,0) vor Atle Pedersen Roemsen (252,0) reichte dem Vortagessieger Michael Hayboeck (249,0) aus Österreich ein dritter Platz, um die Gesamtwertung mit 160 Punkten vor der zweiten Station am 13./14. Dezember in Almaty in Kasachstan anzuführen. Dort dürften auch Winkler, mit 27 Punkten auf Platz 17, und Leyhe, mit 17 Punkten auf Platz 25, wieder dabei sein. Vor ihnen rangiert noch der Oberstdorfer Altmeister Georg Späth mit 35 Punkten auf Platz 14. In der Tageswertung belegte er mit 227,0 Punkten Platz 16.

Sechs Skispringerinnen für Lillehammer

Bei der Weltcup-Premiere der Skispringerinnen in Lillehammer werden Melanie Faißt, Ulrike Gräßler, Juliane Seyfarth, Anna Häfele, Jenna Mohr und Katharina Althaus die deutschen Farben vertreten. Das bestätigte Cheftrainer Andreas Bauer gegenüber skijumping.de. Es fehlt die nach einem Wachstumsschub die erst 14-jährige Anna Rupprecht, die im Sommer-Continentalcup mit einigen guten Platzierungen auf sich aufmerksam machen konnte. Auf lange Sicht sieht er darin allerdings kein Problem: "Anna ist noch jung, man muss ihr einfach Zeit geben. Sie wird ihre Form wiederfinden." Die junge Nachwuchshoffnung vom SC Degenfeld wäre ohnehin erst ab Ende Dezember im Weltcup startberechtigt – dann feiert sie ihren 15. Geburtstag. Für Rupprecht rückt Jenna Mohr ins Team, die im Sommer eher durchwachsene Leistungen zeigte. "Jenna war nach dem Frühjahr leistungsmäßig ein bisschen hinter den anderen zurück, weil sie viel Zeit in ihre Bundespolizei-Ausbildung investieren musste. Doch sie kämpft wie eine Löwin – und hat inzwischen wieder zu ihren Teamkolleginnen aufgeschlossen", wird Bauer zitiert. "Wie die anderen fünf Nominierten ist sie mittlerweile absolut weltcuptauglich."

Grünes Licht für Iraschko

Die amtierende Weltmeisterin Daniela Iraschko aus Österreich , deren Genesung nach einer Knieoperation vor wenigen Wochen bisher ganz nach Wunsch verläuft, bekam grünes Licht für den Weltcup-Auftakt der Skispringerinnen in Lillehammer. Außerdem werden Jacqueline Seifriedsberger, Junioren-Weltmeisterin 2008, Katharina Keil und Cornelia Roider die ersten Österreicherinnen bei einem FIS-Weltcup Ladies sein.

 
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