Harri Olli hat zum Saisonabschluss den Skiflug- Weltcup in Planica gewonnen. Der Finne erhielt 424,6 Punkte für Sprünge auf 211 und 219,5 Meter. Mit 12,2 Zählern Rückstand belegte Adam Malysz aus Polen, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, nach Sprüngen von 210 und 209,5 Metern Rang zwei. Den dritten Rang teilten sich Simon Ammann aus der Schweiz und der Slowene Robert Kranjec (je 409,6). Ammann wartet damit weiter auf seinen ersten Skiflug-Sieg. Ein fünfter Rang reichte Gregor Schlierenzauer (399,1), der nach 13. Saisonerfolgen bereits als Gesamtweltcup-Sieger und damit Nachfolger seines Landsmannes Thomas Morgenstern feststand, zum Gesamtsieg im Weltcup der Skiflieger. Österreichs „Adler“ gewannen souverän auch den Nationencup. Der Russe Dimitri Vassiliev wurde Sechster und belegte im Gesamtweltcup Rang fünf, so gut war der Steiert-Schützling noch nie.
Als bester deutscher Springer belegte Martin Schmitt, der unter dem neuen Bundestrainer Werner Schuster nach langer Durststrecke ein erfolgreiches Comeback mit Podestplätzen und WM-Silber in Liberec gestartet hatte, mit 176,5 und 216 Metern den zehnten Platz. Michael Neumayer (346,7) wurde 19., Stephan Hocke (310,3) 29. und Michael Uhrmann (279,4) 30. Für Schmitt reichte es am Ende zu Platz sechs im Gesamt-Weltcup und Platz 16 im Skisprung-Weltcup. Insgesamt waren den deutschen Adlern jedoch die lange Saison und die fehlende Spannung anzumerken.
Der Wettkampf war geprägt von vielen Unterbrechungen. Es herrschte wieder starker Aufwind und so musste der Wettbewerb mehrmals neu begonnen werden. Ammann hatte mit einem aberwitzigen Flug auf 233 Meter für einen Neustart gesorgt. "Der Luftstand war der Wahnsinn. Ich war auf Weltrekordkurs. Ich wusste nicht, wie ich das kontrollieren soll. Das ist absolute Weltklasse, voll am Limit. Absolut genial, das macht Spaß, diese Show zu bieten", sagte der Schweizer.
Doch nicht allen erging es so gut wie dem Schweizer, der im Jahr 2009 sieglos blieb, aber trotzdem Zweiter im Gesamtweltcup wurde. "Mich hat die Saison sehr viel Kraft gekostet, vor allem mental. Ich habe gute Ansätze gehabt, war gut platziert bis Vancouver, dann kam die Krankheit und danach ging es nicht mehr ganz so gut", sagte Michael Uhrmann. Für Thomas Morgenstern ging die Saison ohne einen Tagessieg zu Ende. Auch die Norweger blieben wie die Deutschen ohne Einzelerfolg.