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FIS Weltcup Skispringen Lathi PDF Drucken E-Mail
Schlierenzauers elfter Saisonsieg 

Schmitt fiel zurück


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   © www.berkutschi.com
   
Schlierenzauers elfter Saisonsieg – Schmitt fiel zurück 

Den erhofften ersten Weltcupsieg seit sieben Jahren  in Lahti dicht vor Augen hat Martin Schmitt Nerven gezeigt und nach WM-Silber einen weiteren Höhenflug in seiner Karriere  verpasst. Der Schwarzwälder stürzte im Finale des wegen starken Windes von der Großschanze auf den kleinen Bakken verlegten Skisprung-Weltcups in Lahti als bester deutscher Springer vom zweiten auf den 14. Platz ab. «Er wollte es unbedingt, ist aber nicht auf Höhe gekommen. Dadurch war nichts mehr zu retten. Martin hat das Zeug dazu, aber er braucht Geduld und eine Gelassenheit wie bei der WM», sagte Bundestrainer Werner Schuster. 

Nach dem vierten Platz im Mannschafts-Wettbewerb erlebten die DSV-Adler beim elften Saisonsieg des Österreichers Gregor Schlierenzauer ein Debakel. Michael Neumayer wurde 19., Stephan Hocke 20. Pascal Bodmer belegte Rang 27, Michael Uhrmann schied als 38. im ersten Durchgang aus. «Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Tag, der sehr unglücklich gelaufen ist. Die Jungs haben nicht das umgesetzt, was wir besprochen haben. Meine Grundstimmung war schon mal besser», schimpfte Schuster. 

Zur Halbzeit durfte der Coach noch auf einen neuerlichen Coup von Schmitt hoffen, der nach einem Sprung von 93,5 Metern in Lauerstellung hinter dem führenden Finnen Harri Olli lag.  Im Finale wollte es Schmitt, der letztmals am 1. März 2002 an gleicher Stätte ganz oben auf dem Podest stand, mit aller Macht erzwingen. Bei schwierigen Bedingungen floppte der 31-Jährige mit 84 Metern jedoch und fiel noch aus den Top Ten. Dabei schien der kurzfristige Schanzenwechsel von der großen auf die kleine Anlage den DSV-Springern in die Karten zu spielen. 

«Es hat sich seltsam angefühlt, plötzlich von der kleinen Schanze zu springen. Es war eine Herausforderung, die man annehmen muss. Das habe ich getan», kommentierte Schmitt den Schanzenwechsel. Hinter der Nummer 1 klaffte erneut eine Lücke, auch wenn Neumayer nach überstandener Grippe leicht ansteigende Form nachwies. «Es ging heute schon eine Klasse besser, nachdem ich in den vergangenen Tagen nur im Bett gelegen habe», sagte Neumayer nach Sprüngen von 89,5 und 86 Metern. Hocke beklagte dagegen: «Ich habe mich mit der Umstellung etwas schwer getan.»
 
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