| Nordische Ski-WM Liberec - Team |
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Österreichs Skispringer haben wie erwartet in der Besetzung Wolfgang Loitzl, Martin Koch, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer den Team-Wettbewerb der WM in Liberec gewonnen, nachdem sie am Vortag beim der Entscheidung auf der Großschanze in nur einem Durchgang ohne Medaille geblieben waren. Die Austria-Adler lagen am Ende mit 1.034,3 Punkten deutlich vor den Norwegern, die zur Freude ihres Trainers Mika Kojonkoski 1.000,8 Zähler erreichten. Bronze sicherte sich Japan mit 981,2 Punkten. Das Ergebnis wat identisch mit dem vor zwei Jahren in Sapporo. Wolfgang Loitzl, der Sieger der Vierschanzentournee und Weltmeister auf der Normalschanze, ist jetzt mit sechs Mal WM-Gold der erfolgreichste Skispringer in der WM-Geschichte. Die nach der Silbermedaille von Martin Schmitt hinter Andreas Küttel (Schweiz) und vor Anders Jacobsen (Norwegen) am Vortag wieder mit Medaillen-Hoffnungen angetretenen deutschen Skispringer waren bereits im ersten Durchgang scheinbar ohne jede Gegenwehr gescheitert. Das Quartett mit Michael Neumayer (Berchtesgaden), Stephan Hocke (Schmiedefeld), Michael Uhrmann (Rastbüchl) und Martin Schmitt (Furtwangen) sammelte nur 427,4 Punkte und erreichte als Zehnter nicht das Finale der besten acht Teams. Das gleiche Schicksal ereilte auch Wolfgang Steierts russische Mannschaft, die noch beim Skifliegen zum Abschluss der TelDaFax FIS-Team-Tour in Oberstdorf auf dem Treppchen gestanden war und ebenfalls mit einer Medaille spekuliert hatte. Schlechter war ein deutsches Team zuletzt bei der WM 1993 in Falun mit Rang elf gewesen. "Das war der sportliche Supergau", meinte der restlos frustrierte Bundestrainer Werner Schuster: "Eine im negativen Sinne faszinierende Anhäufung individueller Fehler. Das tut sehr weh, wir wollten hier eine Medaille holen." 427,4 Punkte sammelte sein Quartett, das waren 11,7 Punkte zu wenig, um das Finale der besten Acht zu erreichen. "Das ist absolut enttäuschend. Vielleicht wollten wir es innerlich zu sehr erzwingen und die Lockerheit hat gefehlt", meinte Schmitt, der noch am Vorabend mit dem Team die erste deutsche Einzelmedaille seit acht Jahren gefeiert hatte. "Das trübt die Laune. Ich hatte gehofft, dass wir alle noch einmal gemeinsam auf dem Podest feiern können. Aber jetzt sind wir traurig." Stattdessen nahm das Unglück mit einem viel zu kurzen 121,5-Meter-Sprung von Michael Neumayer seinen Lauf. Stephan Hocke (Schuster: "Der wollte es rausreißen und war verkrampft") stürzte bei 113 Meter ab. Uhrmann lieferte bei schwierigen Bedingungen mit 121 Metern "den einzigen guten Sprung von uns ab" (Schuster). Es folgte der wohl schwächste Sprung von Schmitt in diesem Winter und das Aus. Sportdirektor Thomas Pfüller blickte trotzdem nicht unzufrieden auf die Gesamtbilanz: "Natürlich ist das enttäuschend. Aber wir haben im Skispringen das Soll erfüllt. Eine Medaille war das Ziel - jetzt haben wir zwei", erklärte Pfüller. Neben Schmitt war auch Ulrike Gräßler bei der WM-Premiere der Skispringerinnen als Zweite aufs Podest geflogen. Schmitt stand am Abend bei der Siegerehrung für das Einzelspringen auf dem Treppchen. "Nur ganz große Sportler wie er schaffen es, nach einer so langen Durststrecke so zurückzukommen", sagte Schuster. Pfüller stimmte ebenfalls ein Loblied an: "Es hatten ihn auch im Verband schon viele abgeschrieben, er ist durch ganz schwere Zeiten gegangen, aber Martin hat es mit seinem Comeback allen gezeigt." |



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